das jahr der bibel "Suchen. Und finden." Eingang
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Literaturhinweis
Dein Wort ist meinem Fuss eine Leuchte“
(Ps 119,105)  

Die Kirche ist eine Gemeinschaft, die betet. Oft wird sie dargestellt als „Orante“, eine Frau mit nach oben ausgestreckten Armen.
Die ausgebreiteten Hände zeigen: Ihr Gebet umfaßt alle Menschen, für alle steht sie vor Gott. Die Kirche betet, vor allem in ihrem Stundengebet, mit den Worten der Bibel, besonders der Psalmen. In ihnen kommen alle Situationen zur Sprache, in die wir geraten können: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“. Sie zeigen unser Leben als einen Weg zu Gott und zu den Menschen. Dieser Weg liegt nicht immer klar vor uns, er will gesucht werden.

Orante, Priscilla-Katakombe, Rom 3. Jh.


„Zeig mir den Weg, den ich gehen soll.“
(Ps 143,8)
Es ist das Wort Gottes, das meinem Fuß leuchten will und mir Orientierung gibt. 

„Ich hoffte, ja, ich hoffte auf den Herrn.“ (Ps 40,2)
Wir können uns an ihn wenden und ihm vertrauen, daß er uns hilft. Wir können sein Wort in jeden neuen Tag mitnehmen.

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil.“ (Ps 27,1)
Auf verschiedene Weise können wir zu ihm beten. Wir können singen, das Herz eine eigene Melodie finden lassen.

„Höre meine Worte, Herr, achte auf mein Seufzen!“ (Ps 5,2)
Wenn der Tag heute nicht so gut war – in der Rückschau halte ich Gott alles hin, damit sein Blick das Unvollkommene heilt.

„Ich rufe zu Gott, ich schreie, ich rufe zu gott, bis er mich hört. Am Tag meiner Not suche ich den Herrn; unablässig erhebe ich nachts meine Hände.“ (Ps 77,2-3a)
War es schwer, scheint es aussichtslos, darf ich schreien zu Gott, bis er mich hört. – Hört er mich nicht? Wird meine Seele nicht ruhig? – Er hört, und er antwortet, er hilft. Aber vielleicht nicht so, wie ich es mir dachte. Schon daß ich mit ihm sprechen, zu ihm schreien konnte, erleichtert mich.

„Ich rief zum Herrn in meiner Not, und er hat mich erhört.“ (Ps 120,1)
Ich habe das Gefühl, daß er mich gehört hat. Es ist mir leichter ums Herz, weil ich ihm alles sagen konnte.

„Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört, er hat mich all meinen Ängsten entrissen.“ (Ps 34,5)
Der Weg meines Lebens ist wieder hell und klar, weil sein Wort mich begleitet: Ich bin für dich da.

„Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue, so weit die Wolken ziehn.“ (Ps 36,6)
Der Psalmsänger gebraucht gern Bilder, wenn er betet. Sie können auch mein Gebet in Worte fassen.

„Ich danke dir, dass du mich erhört hast.“ (Ps 118,21)
Gott hört die Bitten seiner Kinder. Unser Dankgebet läßt unseren Glauben und unsere Hoffnung wachsen.