das jahr der bibel "Suchen. Und finden." Eingang
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Literaturhinweis
Wir haben seine Herrlichkeit gesehen
Joh 1,14

Altar des Doms zu Aachen, Goldene Treibarbeit um 1020

Was für ein Jahr geht zu Ende!? Darauf werden wir sehr verschiedene Antworten geben. Für uns persönlich, für unsere Angehörigen und Freunde, aber auch weit darüber hinaus – weltweit – gab es Veränderungen. In mancher Hinsicht wurden besondere Akzente gesetzt.
Die Kirchen hatten für 2003 zu einem Bibeljahr eingeladen, und viele Menschen haben dieses Angebot angenommen.
Unsere Gemeinschaft im Kloster Alexanderdorf hat sich mit Bibeltexten zum Jahresthema „Suchen. Und Finden.“ auseinandergesetzt und Ergebnisse des Nach-Denkens für Sie bereitgestellt. Dabei haben wir gemerkt: Es ist immer wieder eine lohnende Sache, sich dem Wort der Bibel zu öffnen. Zum Abschluß unserer Betrachtungen haben wir noch ein Bild für Sie – und einen Text:
An Weihnachten und am letzten Tag des Jahres wird im Gottesdienst der Prolog des Johannesevangeliums gelesen. Es sind gewaltige Worte, mit denen der Evangelist sein Buch eröffnet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. … Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen.“ Dieses göttliche Wort voll Herrlichkeit erkennen wir in Jesus, dessen Geburt wir Jahr für Jahr an Weihnachten feiern. – Aber zu diesem Fest gehören doch Stall und Krippe! Was für eine Herrlichkeit ist dabei zu sehen?
Johannes schaut vom Ende her auf die Geschichte Jesu, von Ostern. Die Auferstehung Jesu nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz wirft ein Licht auf sein ganzes Leben, sein Wirken unter den Menschen.
So ist es auch auf unserem Bild dargestellt. Es zeigt in kostbarer Goldarbeit Szenen aus der Passion und vom österlichen Sieg Jesu. Nichts wird ausgelassen, auch die dunkelsten Stunden Jesu stehen uns vor Augen. Aber sie sind hineingetaucht in den goldenen Glanz von Ostern. Das Bild schmückt den Altar einer sehr alten Kirche. Er ist der Mittelpunkt der Gemeinde, die sich versammelt, um in der Feier der Eucharistie Tod und Auferstehung Jesu in ihr Leben hineinzuholen. Alle, die kommen, sind eingeladen, sich selbst in dieses Geschehen hineinzugeben, um in ihm Leben und Trost zu erfahren.
Der Alltag wird uns auch im neuen Jahr in manchem eine Herausforderung sein. Mit dem Blick auf die Herrlichkeit unseres Herrn kann es uns gelingen, in allem, was uns begegnen wird, Zeichen der Liebe Gottes zu finden.