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28. Dezember

Herberge auf dem Weg zum Europäischen Jugendtreffen
 
 
Auf dem Weg zum Europäischen Jugendtreffen 2009 machten in der vergangenen Nacht 18 junge Leute von der ökumenischen Jugendgemeinde Kafarnaum in Aachen bei uns Station.

Kafarnaum vereint Jugendliche und junge Erwachsene, die von Taize inspiriert sind, durch eigenes Erleben und durch Treffen mit Gebeten und Gesängen im Geist von Taize. Deshalb gehört die Teilnahme an den regelmäßigen Europäischen Jugentreffen, die von den Brüdern von Taize initiiert wurden und bis heute mitgetragen werden, zum festen Veranstaltungsplan der Jugendgemeinde.

Seit drei Jahren trifft sich eine ständig wachsende Zahl von jungen Menschen aus einem großen Einzugsgebiet bis nach Belgien und den Niederlanden hin in einem Zentrum in der Aachener Innenstadt, das von ihnen hergerichtet und gestaltet wurde.

Der Anfrage, ob wir die Wallfahrer auf ihrem Weg nach Poznan für eine Nacht beherbergen könnten, nahmen wir gern auf. Da unser Gästehaus in diesen Tagen gut belegt ist, wurde das Ganze jugendherbergsmäßig organisiert, was kein Problem war, weil alle ja sowieso Schlafsack und Isomatte dabei hatten.

Das Treffen am Abend im Tagesraum war für beide Seiten interessant. Es war ein sehr lebendiges Gespräch, bei dem Schwestern und Gäste einiges Neue erfuhren.

Es hat uns gefreut, mit welcher Selbstverständlichkeit die Jugendlichen an unseren Gottesdiensten teilnahmen - in der Weihnachtsoktav immerhin weitgehend lateinisch. Für die gemeinsame Eucharistiefeier am Morgen stellten wir Schwestern kurzerhand etwas den Tagesablauf um.

Eine kurze aber intensive Begegnung. Wir Schwestern begleiten nun mit größerem Interesse das Jugendtreffen in Polen und begleiten die  dort versammelten Jugendlichen mit unserem Gebet.
 
26. November

Mönchsvater Benedikt kommt nach Alexanderdorf
 
75 Jahre hat es gedauert, bis heute in unser Kloster eine Benediktsstatue eingezogen ist.
Damit erfüllte sich für unseren Konvent ein lang gehegter und immer wieder einmal mehr oder weniger nachdrücklich geäußerter Wunsch.

Die Bronzefigur stammt aus der bereits geschlossenen Kirche St. Paul in Duisburg. Sie ist etwa 1,25 m groß und wurde 1986 von dem inzwischen verstorbenen Künstler Rudo Göschel gestaltet.
Ursprünglich war sie einmal für ein Benediktinerinnenkloster gemacht worden, wurde dort aber nicht aufgestellt, so daß sie in die Kirche St. Paul kam. Dort wurde sie über die Jahre vielen Gemeindemitgliedern vertraut.

Nach Beratung der zuständigen Gremien hat uns nun die Pfarrei  St. Norbert in Duisburg-Hamborn, in die die Gemeinde St. Paul eingegangen ist, die Benediktsskulptur als Geschenk übergeben.





So ist über den hl. Benedikt eine Verbundenheit entstanden, die noch vor drei Monaten niemand voraussehen konnte. Unsere Gäste und wir Schwestern freuten uns gleichermaßen an dieser neuen Gemeinschaft.
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Gestern kam Herr Pfarrer Michael Kemper aus der Filialgemeinde St. Peter und Paul in Duisburg-Marxloh mit einer Gemeindeabordnung in unser Kloster, um persönlich das Benedikt-Bild zu überbringen.
Die Übergabe fand in einer kleinen Feier mit Gesang und Gebet statt. Dabei erfuhren wir Schwestern etwas aus der Geschichte der Gemeinde und konnten unsererseits unser Gebet für die Gemeinden in Duisburg versprechen.

 
Der Platz für die Benediktsfigur wurde in den vergangenen Wochen im Konvent einige Male diskutiert.
Jetzt, nach ihrem Eintreffen, zeigt sich, daß sie wie gemacht ist für unsere Kirche. Bevor wir sie fest in der Wand installieren, probieren wir z.Zt. noch ein paar Möglichkeiten aus.

Wir danken den Schwestern und Brüdern in Duisburg für dieses große Geschenk und wünschen ihnen Segen und Freude aus dem Glauben. Dafür erbitten wir ihnen die Fürsprache unseres hl. Vaters Benedikt.

Hier gibt es noch einige Fotos.
 
24. Oktober

Studientag der Katholischen Akademie
 
 

Zum Sudientag der Katholischen Akademie Berlin kamen am Sonnabend, 24. Oktober, ca. 50 Teilnehmer nach Alexanderdorf.
Auf dem Hintergrund eines steigenden Interesses für und der daraus entstandenen Kontroverse um vorkonziliare Liturgie arbeitete man zum Thema "Tradition und Reform".
Zwei Impulsreferate gaben Denkanstöße und luden zur eigenen Stellungnahme ein.
Sr. Dr. Manuela Scheiba (Alexanderdorf / Institut für Monastische Theologie S. Anselmo, Rom) zeigte am Beispiel der Geschichte unserer Gemeinschaft auf, wie die Liturgische Bewegung

in der ersten Hälfte des 20. Jh. dazu beitrug, eine neue, den Bedürfnissen der Zeit angemessene Form benediktinischen Lebens von Frauen zu entwickeln. Bis heute ist das Bewußtsein dieser Wurzeln in unserer Gemeinschaft lebendig, was eine permanente Wachheit für Wandlungen und besondere Phänomene in der Liturgie zur Folge hat.

Prof. Dr. Andreas Wollbold (Lehrstuhl für Pastoraltheologie LMU München) machte in seinem Referat aufmerksam auf Entwicklungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil , die zu der Erscheinung von Kirche geführt haben, wie sie sich in der heutigen westlichen Welt darstellt. Der Abbruch von Traditionen innerhalb der katholischen Kirche hat zur Folge, daß sie für heutige Zeitgenossen nicht mehr unterscheidbar ist bzw. die in ihr gegebenen Chancen nicht mehr wahrgenommen werden.

In der Aussprache nach den Referaten wurde die Problematik der Spannung zwischen Tradition und Reform deutlich. Polarisierende Äußerungen blieben dabei aus. "Linke" oder "rechte" Meinungen wurden nicht gegeneinander abgegeben.
Inhalt und Verlauf der Veranstaltung wurden am Ende von den Teilnehmenden, unter denen auch einige Schwestern des Konvents waren, als Anregung für weiteres Nachdenken und Gespräch im eigenen Umfeld wahrgenommen.
 
18. Oktober

Berufungsjahr ist auf dem Weg
 
Die Teilnehmer des Berufungsjahrs 2009/2010 kamen gestern zu ihrem ersten Treffen in Alexanderdorf zusammen.

Auf dem Programm standen das gegenseitige Kennenlernen, die Benennung von Vorstellungen, Wünschen und Zielen, die die einzelnen mitbrachten und Bibelarbeit zum Thema des Berufungsjahrs "Streck deine Hand aus" (Joh 20,27).

Diese Einladung Jesu an Thomas wurde zum Anstoß, in den kommenden Monaten einen ganz persönlichen Weg mit Gott und auf ihn hin zu gehen.
 
 
In der Abschlußrunde wurde ausgesprochen: "Wir haben Lust auf mehr."
 
12. Oktober

Profeßjubiläum unserer Schwester Placida
 
 
Vor 50 Jahren legte unsere Schwester Placida Machnitziki die benediktinischen Gelübde "Beständigkeit, Gehorsam und klösterlichen Lebenswandel" in unserer Gemeinschaft ab.
In einem feierlichen Gottesdienst bekräftigte sie gestern ihre Lebenswidmung an Gott vor den Mitschwestern von heute, vor Verwandten und Freunden, die gekommen waren, um diesen Tag mit ihr zu feiern.

Schwester Placida ist infolge einer Krankheit seit früher Kindheit stark hörbehindert. Durch ihre Kontakte mit der Gehörlosenseelsorge im Erzbistum Berlin ergab es sich, daß der langjährige Verantwortliche, Pfarrer Clemens Wörl, zu ihren Gästen zählte und auch die Eucharistiefeier leitete.

Trotz alters- und krankheitsbedingter Beeinträchtigungen nimmt Schwester Placida am Konventleben nach wie vor teil und unterstützt auch immer noch die Arbeit in der Hostienbäckerei
 
5. Oktober

Beginn der Arbeiten im Klosterhof
 

Wie das linke Foto unschwer erkennen läßt, steht es mit der Einfahrt zum Kloster nicht zum besten.
Wenn es regnet, bilden sich tiefe Pfützen, bei Trockenheit hüllt sich der Weg bei jeder Befahrung in eine dichte Staubwolke.
Schon länger planten wir eine Verbesserung. In die fälligen Außenarbeiten werden auch die Umgestaltung des Klostervorplatzes und die Erneuerung einiger Wege im Gästebereich und in der Klausur einbezogen.

Am Montag begannen die ersten Arbeiten in der Einfahrt und auf dem Gästeparkplatz. Das bedeutet für Gäste und Schwestern eine zeitweilige Umstellung beim Parken. Alle Lieferungen werden über den Liefereingang der Hostienbäckerei am Feld umgeleitet.

Dieser erste Bauabschnitt soll bis Ende Oktober fertig gestellt werden. Wann es weitergeht, wird davon abhängen, was das Wetter dann noch zuläßt.
 
26. September

Tag der offenen Tür
 
Zum Abschluß der großen Veranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr hatten wir für den heutigen Sonnabend erstmals in der Klostergeschichte zu einem "Tag der offenen Tür" eingeladen.
Geübt durch die vorausgegangenen Festtage, waren die Vorbereitungen gut organisiert worden - die Frage war nun:
Wie viele Gäste werden unserer Einladung folgen?

Schon bei der Begrüßung um 14 Uhr zeigte sich das große Interesse: Die Kirche war übervoll, auch die herbeigeschafften zusätzlichen Sitzgelegenheiten reichten nicht aus, selbst im angrenzenden Kapitelsaal gab es nur noch Stehplätze.

Im Anschluß verteilten sich die Besucher - ca. 400 waren von 14 Uhr bis 17.30 gekommen - auf die verschiedenen Angebote: Zuerst zogen die Führungen durch die Klausur die meisten Interessenten an. Man konnte die Gemeinschaftsräume, aber auch die Klosterzelle einer Schwester besichtigen. Bei letzterer gingen die Reaktionen von "Total spartanisch" bis "Absolut ausreichend". Hostienbäckerei und Garten waren frei zugänglich. Dort gaben Schwestern Auskunft über die Arbeitsabläufe. Viele waren erstaunt über die Professionalität, mit der im Kloster gearbeitet wird.
Was nicht gezeigt wurde, konnte man im Klosterfilm sehen, der hintereinander viermal gezeigt wurde.

Kaffee und Kuchen standen bereit, und im ganzen Gästepark luden Sitzgruppen zum Ausruhen und für eine Unterhaltung ein. Auch beim "Flohmarkt" konnte man ins Gespräch kommen. Überall waren Schwestern präsent, dazu Freunde des Klosters, die sich bereit erklärt hatten, an diesem Nachmittag Rede und Antwort über "ihr" Kloster zu stehen.
Der Sperenberger Lyra-Chor erfreute die Gäste mit Gesängen bei der Begrüßung und beim Garten-Kaffee.

Ein Fernsehteam des RBB begleitete den Tag und war am 28.9. in der Sendung "zibb" zu sehen.

Zum Abschluß des gelungenen Begegnungstages versammelte sich noch einmal eine große Gottesdienstgemeinde in der Klosterkirche zur Feier der Vesper. Als sie zu Ende war, begannen Helfer spontan mit den Aufräumarbeiten, um die Schwestern für den Sonntag zu entlasten.
Sie und unsere Mitarbeiter, auf deren zuverlässige Hilfe wir uns in diesem Jubiläumsjahr bei verschiedenen Feierlichkeiten verlassen konnten, trugen dazu bei, daß der "Tag der offenen Tür" für Gäste und Schwestern ein rundherum schönes Fest war.

Einige Fotoeindrücke gibt es hier.

Hier geht es zu einem Beitrag der Märkischen Allgemeinen Zeitung über den "Tag der offenen Tür".
 
1. September

25-jähriges Kirchweihjubiläum
 
 
Am 1. September 1984 erfüllte sich für die Schwestern in Alexanderdorf ein jahrzehntelanger Traum: Seit der Klostergründung 1934 hatten sie die Hoffnung nicht aufgegeben, eines Tages das Gotteslob in einer eigenen Klosterkirche zu feiern. Die Zeitumstände hatten es nie zugelassen, diesen Plan umzusetzen.

Erst 1979 wagte man den Baubeginn. Am 17. November, dem Patronatsfest der hl. Gertrud, wurde durch den Berliner Weihbischof Johannes Kleineidam (
† 1981) der Grundstein gelegt. In fünf Jahren wurde die alte Gutsscheune, von Anfang an für die künftige Kirche reserviert, von Grund auf umgebaut. Bauleute waren die im Kloster als Hausmeister und Tischler beschäftigten Mitarbeiter und eine sehr treue Schar von Maurern und Handwerkern aus Alexanderdorf und den Dörfern der Umgebung. Sie kamen in ihrer freien Zeit, meist am Wochenende. Unterstützt wurden sie von Fachkräften aus allen nötigen Bauhandwerken und vielen freiwilligen Helfern von weit her: Pfarrjugend- und Kolpinggruppen, Studenten und einzelnen jungen Menschen, die ihre Zeit und Kraft zur Verfügung stellten.
So war die Feier der Kirchweihe dann nicht nur ein Fest des Konvents, sondern einer großen Festgemeinde aus Miterbauern und Vertretern der Kirche im In- und Ausland und vielen Brüdern und Schwestern aus der benediktinischen Familie. An die 500 Gäste kamen an diesem 1. September 1984 zusammen - für die gerade neu errichtete Abtei ein Jahrhundertfest!
 
So war der 25. Weihetag Anlaß, das dankbare Gedenken mit "Bauhelfern" von damals zu feiern. Außerdem hatten wir jene eingeladen, die über die Jahre dazu beitrugen, daß die "Kirche aus lebendigen Steinen" (vgl. 1 Petr 2,5), bis heute in der täglichen Eucharistiefeier aufgebaut wird. Seit einigen Jahren haben wir keinen eigenen Hausgeistlichen mehr. Deshalb wollten wir an diesem Tag besonders auch den Priestern danken, die für die Feier der hl. Messe zu uns kommen. An die 80 Gäste feierten mit uns den Festgottesdienst, der vom Berliner Erzbischof Georg Cardinal Sterzinsky geleitet wurde. Eine besondere Freude war es, daß auch der Altbischof von Augsburg, Viktor Josef Dammerts OSB, die weite Reise aus Dießen am Ammersee zu unserem Fest gemacht hatte. Er hatte schon 1984 als Abtprimas der weltweiten benediktinischen Konföderation mit uns gefeiert.
 
 
An den Gottesdienst schloß sich das festliche Mahl an. Nach der Mittagshore hielt unsere Schwester Manuela einen Festvortrag mit dem Titel: "Wenn nicht der Herr das Haus baut ...". Ihre Ausführungen sorgten beim anschließenden Kaffeetrinken auf der Gästewiese bei manchen Gruppen für Gesprächsstoff. Hier war der Ort für Begegnungen zwischen alten Bekannten, Schwestern und Priestern und der Geistlichen untereinander.



Die Vesper vom Kirchweihfest bildete den Abschluß diesen schönen Tages.
Die nächste Einladung anläßlich unseres Jubiläumsjahres ergeht zum "Tag der offenen Tür" am 26. September. Nähere Auskünfte darüber erhalten Sie hier.
Den Festvortrag von Sr. Manuela können Sie hier herunterladen:     PDF-Datei, 51 KB
 
24. August

Vor 60 Jahren: Erste ewige Profeß in Alexanderdorf
 
Die 22 Profeßschwestern am 24.8.1949
 
Heute vor 60 Jahren legten 22 Schwestern des Klosters in Alexanderdorf die ewige Profeß mit den drei benediktinischen Gelübden - Beständigkeit, klösterlicher Lebenswandel und Gehorsam - ab.

Warum ist dieses Ereignis besonderer Erinnerung wert?
Die bewegte Geschichte der Schwestern, die 1919 in Berlin als Krankenschwestern-Gemeinschaft in Berlin begonnen hatten, kam an diesem 24. August 1949 an das lange Jahre erstrebte Ziel: Die Kirche hatte mit einem besonderen Privileg dem Konvent die Gelübde auf Lebenszeit und die Jungfrauenweihe gewährt. Vorher hatten die Schwestern ihre Lebenswidmung an Gott jedes Jahr erneuern müssen.
 
1934 hatte man in Alexanderdorf das Kloster gegründet, um hier ganz für das benediktinische Mönchtum frei sein zu können. Da es kein "Mutterkloster" gab, war der kirchenrechtliche Status lange Zeit ungeklärt und wurde erst nach und nach in kleinen Schritten als benediktinisch anerkannt.
Das römische Privileg bedeutete eine faktische Gleichstellung unserer Schwestern mit den Nonnen in den Benediktinerinnenabteien. Deshalb gehört der 24. August als wesentlicher Meilenstein in unsere Klostergeschichte, wie es auch der Grundstein unserer Kirche zeigt.
 
  Grundstein - 1934: Klostergründung - 1949: Erste ewige Profeß - 1979: Grundsteinlegung und Kirchbaubeginn - 1984: Erhebung zur Abtei und Kirchweihe
Als Tischlesung lesen wir heute aus den Annalen verschiedene Korrespondenz, die den Weg zu diesem Tag der ersten ewigen Profeß dokumentiert.
Die Schwestern nutzen den Tag, wie in jedem Jahr, zur persönlichen Einkehr, im Gedenken an das Geschenk der eigenen Berufung, in der wir das Ideal unserer Gündungsschwestern forsetzen dürfen.
 
15. August

Ein Fest des Lebens und der Freude
 
Am 15. August feiert die Kirche das Fest der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel.
Es war ursprünglich nach mittelalterlicher Überlieferung aus Syrien ein Erntefest, das mit Segnungen von Trauben, Feigen und anderen Früchten verbunden war. Eine Reihe solcher Feste wurden schließlich unter den Schutz Mariens gestellt.
 
In der katholischen Kirche gibt es den Brauch, am
15. August Kräuter, aber auch Früchte und Blumen zu weihen unter dem Aspekt ihrer lebenserhaltenden Kräfte:

"Herr, unser Gott, du hast Maria über alle Geschöpfe erhoben und sie in den Himmel aufgenommen.
An ihrem Fest danken wir dir für alle Wunder deiner Schöpfung. Durch die Heilkräuter und Blumen schenkst du uns Gesundheit und Freude.

Segne diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens.
Laß uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir gelangen und dereinst einstimmen in das Lob der ganzen Schöpfung, die dich preist durch deinen Sohn Jesus Christus in alle Ewigkeit. Amen."

Der österliche Charakter des Festes, das vorausweist auf unser aller Auferstehung, wurde vom Pfarrer unterstrichchen, der am Schluß der Messe den Entlassungsruf mit Halleluja anstimmte, wie es sonst eigentlich nur in der Osterzeit üblich ist.
 
 
  Passend zum Fest hat sich an diesem Wochenende eine Gruppe eingefunden, die an dem Angebot "Pflanzen für Leib und Seele" teilnimmt, der von unserer Mitarbeiterin Frau C. Schmidt geleitet wird.

Nach dem Festhochamt mit der Kräuterweihe bekamen unsere Gäste im Klostergarten eine Einführung zur Thematik und konnten dann auch selbst Kräuter und Blumen sammeln, die im Lauf der Tagung zu Tee und Salbe verarbeitet werden - eine ganzheitliche Erfahrung, die zu Hause weiterwirken kann.
 
 
9. August

Abschluß der Sommermusiken 2009
 
Am 9. August fand das vierte und damit letzte Sommerkonzert für das Jahr 2009 statt.
Auf dem Programm standen Kirchensonaten von W.A. Mozart und Chormusik von  J. Haydn, F. Mendelssohn-Bartholdy, W. Menschick und Petr Eben.
Die Ausführenden waren ehemalige Mitglieder von Musizierkreis und Mädchenchor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin. Die Leitung hatte DKM i.R. Michael Witt, der auch die Orgel spielte. 

Vier Kirchensonaten von W.A. Mozart – einsätzige musikalische Miniaturen – erklangen eingangs und zwischen den Beiträgen des Chores. Diese Kompositionen, sprühend vor Lebendigkeit, verspielt, doch in sich geschlossen, kann man nur mit Freude lauschen, vor allem, wenn sie mit solcher Bravour und Engagement musiziert werden.

Aus Joseph Haydns „Geistlichen Liedern“ sang der Chor „Mein Gott, wie schön ist deine Welt“, „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ und „Gott hat das erste Wort“ –Texte, die sowohl zum fröhlichen Dank, wie auch zur Nachdenklichkeit Anlaß geben.

Wolfram Menschicks Messe „Missa alla settecento“ und Felix Mendelssohn Bartholdys „Hebe deine Augen auf“ und „Laudate Pueri Dominum“ waren weitere Chorbeiträge.

Den Abschluß und chorischen Höhepunkt bildete Petr Ebens „Trouvère-Messe“, in der Eben viel böhmisches Lokalkolorit feinfühlig verarbeitet hat, volkstümlicher Lieder mit so innigen Texten zur Messe wie z.B. zum Zwischengesang: „Du bist die Wahrheit und der Weg, doch hab’ ich’s lange nicht gewußt, wohl deshalb, weil in meiner Brust der Glaube an die Liebe fehlte ...“. Bei dieser Musik entfaltete sich ein schöner, voller Klang, der die Zuhörer in ihren Bann zog und tief bewegte, wie der sich anschließende Beifall bewies.

Ein Dank an alle, die dieses Konzert möglich gemacht haben. Die schlicht-schöne (Scheunen-)Kirche im Kloster Alexanderdorf war fast überfüllt; es wäre wünschenswert, daß es im nächsten Jahr am 1. Mai 2010 wieder so sein wird.


G. Redzich, Berlin

 
12. Juli

Sommermusik im Juli
 


Die dritte Sommermusik im Kloster Alexanderdorf brachte Kompositionen von Heinrich Schütz
(1585-1672) aus seinen Cantiones sacrae (1625), aus den ‚Kleinen geistlichen Konzerten’ (1636 und 1639) und aus den ‚Zwölf geistlichen Gesängen’ (1657).

Susanne Wilsdorf (Sopran), Alexander Schneider (Altus), Christoph Burmester (Tenor) und Helfe Rowold (Bass) sangen, begleitet von Ernst-Eugen Meckel (Viola da gamba) und Michael Witt (Continuo-Orgel).

Die Texte reichten inhaltlich von der Bitte um Erhörung, Zuwendung und Gnade, Abwendung von Strafe über Lob und Preis bis zum Dank an den Herren – Texte, die jeden innerlich berührten.

Die solistischen wie auch die Ensemblekompositionen begeisterten die Zuhörer, die sich mit langanhaltendem Beifall für die schöne musikalische Darbietung bedankten.

G. Redzich, Berlin
 
4. Juli

Schwestern auf dem Fest der Berliner Kirchen
 
Unter dem Motto: "Aus Freude am Glauben" luden am Sonnabend, 4. Juli, Christen aller in Berlin vertretenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften  Berliner und ihre Gäste zum Fest der Berliner Kirchen.

An zahlreichen Ständen konnten sich Interessierte über die Aktivitäten der Berliner Christen und ihrer verschiedenen Einrichtungen ein Bild machen.

Die PAX-Bank. Bank für Kirche und Caritas, stellte, unter anderem ihr Projekt vor, mit dem sie die anstehende Umgestaltung unseres Klostervorplatzes fördern will. Dafür waren Schautafeln über unser Kloster und das zu sanierende Gelände ausgestellt. Zwei unserer Schwestern waren stundenweise am Stand vor Ort
 

und kamen dort mit zahlreichen Besuchern des Kirchenfestes ins Gespräch.
Nebenbei trafen sie viele alte Bekannte und konnten selbst einen Eindruck gewinnen von der bunten Vielfalt kirchlichen Lebens in Berlin.
 
30. Juni bis 3. Juli

Gemeinschaftstage mit internationalen Gästen
 
 
Das Alexanderdorfer Klosterjubiläum führte in der vergangenen Woche Gäste aus verschiedenen benediktinischen Gemeinschaften bei uns zusammen. 15 Schwestern aus Dinklage, unserer Tochtergründung im Oldenburger Land, drei Schwestern aus Kaunas (Litauen) und zwei Missionsbenediktinerinnen aus Bulgarien waren gekommen. Mit ihnen verbindet uns eine lange gemeinsame Geschichte.

1947 war eine Guppe von Schwestern aus Alexanderdorf in Richtung Westen aufgebrochen, um dort nach einer Zufluchtsmöglichkeit zu suchen, falls die politischen Verhältnisse in der damaligen sowjetischen Besatzungszone eine Verlegung des Klosters notwendig machten. Aufgenommen in das Haus der Familie von Galen, bekamen sie von ihren Gastgebern 1949 die alte Wasserburg Dinklage zur Verfügung gestellt. In der Folge entwickelte sich eine eigenständige Gemeinschaft, die 1977, also sieben Jahre vor dem Mutterkloster, zur Abtei erhoben wurde.

Zu den Benediktinerinnen in Litauen und Bulgarien gab es während der DDR-Zeit rege Kontakte, und wir konnten mithelfen, daß sie theologische Literatur und kirchliche Nachrichten bekamen.
Wir selbst haben in dieser Zeit von Klöstern in Westdeutschland viel Hilfe erfahren. So freuten wir uns, daß wir unter den Gästen auch den Abt der Abtei St. Matthias in Trier und die Altäbtissin der Abtei Varensell bei Gütersloh zum Fest begrüßen konnten.
 
Auf dem Programm standen Gottesdienst, Bibelarbeit, ein Ausflug in den Spreewald mit Kahnpartie und Besuch der Paul-Gerhard-Kirche in Lübben, gemeinsames Musizieren und ein bunter Abschlußabend.

In den Zwischenzeiten gab es immer wieder Gelegenheiten zum persönlichen Gespräch und zum Austausch in kleinen Gruppen, die spontan im Klostergelände zusammentrafen.
Es war ein fröhliches Familienfest, bei dem auch die Organisation bestens klappte.

Viele Eindrücke wurden fotografisch festgehalten. Eine kleine Auswahl an Bildern ist hier zu sehen.
 
 
30. Juni

Oblatengemeinschaft feiert mit
 
Vom 19. bis 28. Juni waren die Alexanderdorfer Oblatinnen und Oblaten zu Gemeinschaftstagen und zum Oblatenwochenende in ihr Kloster eingeladen.
Eine kleinere Gruppe machte sich zum Abschluß des Paulusjahrs auf den Weg mit dem Apostel. Zusammen mit drei Schwestern des Konvents begegneten sie Paulus und seiner Zeit und widmeten sich verschiedenen Themen aus den Paulus-Briefen: Freiheit vom Gesetz, Paulus und die Juden, Frauen in den paulinischen Gemeinden, Charisma und Amt. Interessant war die Begegnung mit Paulus in der Regel Benedikts. Dort wird der Apostel vielfach zitiert, besonders in den ersten Kapiteln, die das geistliche Fundament des Klosterlebens bilden, und bei der Regelung des Gemeinschaftslebens.
 
 
  Am Wochenende erweiterte sich der Teilnehmerkreis. Der Sonnabend stand ganz unter dem Motto des 75 jährigen Klosterjubiläums. Bilder aus der bewegten Geschichte unserer Gemeinschaft und aus der Gegenwart waren Grund zum Dank an Gott für seine Führung durch die vergangenen Jahrzehnte, in denen einige unserer Oblaten schon lange mit uns verbunden sind.
Eine besondere Freude war die Feier der Oblation von Frau und Herrn H. in der Non des Sonnabends. Ihre vier Kinder verfolgten gespannt das Geschehen vor dem Altar - und sie waren froh über die Versicherung, daß sie ihre Eltern wieder mit nach Hause nehmen können.
Die gottesdienstliche Feier setzte sich fort bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit den Schwestern. Diese Form der Begegnung war für unsere Oblaten etwas Neues, und alle freuten sich über die fröhliche Gemeinschaft.
Der Abschluß am Sonntag stimmte auf die Rückkehr in den Alltag ein. Mit der lectio divina zur Aussendungsperikope in Lk 10 kam der je eigene Weg in den nächsten Tagen in den Blick.

Zur Alexanderdorfer Oblatengemeinschaft gehören derzeit 22 Frauen und Männer. Eine Bewerberin ist in der Probezeit.

Informationen zur Lebensform der Benediktineroblaten finden Sie auf unserer Seite unter dem Link "Oblatengemeinschaft" und unter http://www.benediktineroblaten.de.

 
21. Juni

Neues Berufungsjahr beginnt im Oktober
Die Diözesanstelle Berufe der Kirche lädt ab Oktober 2009 zu einem neuen Berufungsjahr ein.
Die monatlichen Gruppentreffen werden, wie schon im Berufungsjahr 2007 /2008, in unserem Kloster stattfinden.

Nähere Informationen finden Sie hier.
 
14. Juni

Zweite Sommermusik 2009 im Kloster Alexanderdorf
 
 

Am 14. Juni 2009 durchzogen heiter-freudige, tänzerische und besinnliche Klänge die schöne Klosterkirche der Benediktinerinnenabtei Alexanderdorf - selbst das Wetter (die Tage davor waren nicht nur trübe, sondern stürmisch naß und wenig sommerlich) stimmte sich ein auf die frohen Harmonien aus einer längst vergangenen Zeit.

Das ‚SUSATO-Ensemble’ (Leitung Hans-Martin Meckel), acht Vollblutmusiker, die nicht nur ihre diversen historischen Instrumente beherrschen, sondern darüber hinaus auch noch vokalisch glänzen, bot Musik unter dem Motto: ‚Geh aus ,mein Herz und suche Freud’, Lieder nach Texten von Paul Gerhardt, sowie Kantaten, Motetten und Instrumentalmusik seiner Zeit.


Seinen Namen ‚Susato’ gab sich das Ensemble nach dem wahrscheinlich in der Stadt Soest um 1510 geborenen Tilman Susato, der später in Antwerpen als Musikverleger und Komponist lebte und damit die Niederlande in Europa als Land der Musikdruckkunst etablierte. Die Vokalisten und Instrumentalisten spezialisierten sich auf die Musik der seinerzeit kaum gespielten Epoche von ca. 1430 bis 1600 unter der Verwendung historischer Instrumente und gehörten zu den ersten Ensembles für ‚Alte Musik’ in der damaligen DDR.

Paul Gerhardt, dessen 400. Geburtstag wir im Jahre 2007 gefeiert haben, wäre durch seine Lieddichtung allein nicht allen Christen so präsent, hätte er nicht als Pfarrer an der Berliner Nikolaikirche in Johann Crüger und Johann Georg Ebeling, den beiden aufeinanderfolgenden Kantoren, Komponisten gefunden, die seine Texte musikalisch vielfältig gestalteten, so daß seine Lieder bald in ganz Deutschland gesungen wurden und bis heute in der ganzen Welt erklingen.
Die heutige Darbietung in ihrer Vielfalt – vokalisch und instrumental – begeisterte.
 


Die instrumentalen Zwischenspiele von Komponisten der Zeit, William Brade, Johann Hermann Schein, Johann Staden, zeigten den musikalischen Reichtum dieser Zeit, weiter dokumentiert durch Kompositionen von Dietrich Buxtehude, Johann Rosenmüller, Johann Vierdanck, Andreas Hammerschmidt und Bartholomäus Gesius.
Es war ein Konzert, was Altbekanntes und noch nie Gehörtes zu einem Erlebnis werden ließ, das man nicht vergessen wird.

Gerlinde Redzich, Berlin

 
11. Juni

Film abrufbar
 
Das Video mit Aufnahmen aus unserer Hostienbäckerei ist abrufbar:
   
4:11min
Alle Rechte bei KNA.

Katholische
Nachrichten-Agentur GmbH
Adenauerallee 134
D-53113 Bonn

Telefon: +49 228 26000-32
Fax: +49 228 26000-26
E-Mail: audiovideo@kna.de

 
8. Juni

Filmteam im Kloster
 
Im Auftrag der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) fanden heute Dreharbeiten für zwei Beiträge statt, die im Internet veröffentlicht werden.

Der erste Videoclip ist ab Mittwoch, 10. Juni, abrufbar und zeigt u.a. den Ablauf der Arbeiten in unserer Hostienbäckerei.

Im Hinblick auf das folgende Hochfest Fronleichnam ist in Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde in Grünheide eine Information entstanden über die Eucharistie, die Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens ist.
Der zweite Film mit Einblicken ins Klosterleben wird in einigen Wochen verfügbar sein.
 
 
8. Juni

Gründung des Klosters Dinklage vor 60 Jahren
"Alte Raubritterburg wird Nonnenkloster" - so konnte man am 28. Mai 1949 in der Lokalzeitung des Kreises Vechta lesen.

In der Geschichte der alten Burg Dinklage spielten im 13. und 14. Jahrhundert Raubritter eine bedeutende Rolle. Gegen Ende des 17. Jh. kam das Anwesen in den Besitz der Grafen von Galen. Graf Bernhard von Galen hatte den Wunsch, Burg Dinklage auf Dauer mit Ordensschwestern zu besiedeln. Durch Vermittlung der Abtei Gerleve brachen schon 1946 die ersten Alexanderdorfer Schwestern für die Gründung eines Filialklosters in Richtung Westen auf.
 

Nach Anfängen bei der gräflichen Familie in Haus Assen zog der inzwischen um eine ganze Reihe jüngerer Schwestern gewachsene Konvent nach Dinklage um.
Heute vor 60 Jahren wurde dort das Kloster eingeweiht und das feierliche Gotteslob eröffnet.

In Dinklage laden die Schwestern am Sonnabend, 13. Juni, zu einem Begegnungsnachmittag ein.
Im Mutterkloster bei uns in Alexanderdorf lesen wir in diesen Tagen bei Tisch aus den Aufzeichnungen über die Anfänge von Kloster Burg Dinklage und sind so unseren Schwestern dort verbunden.

Ende Juni kommt dann der Dinklager Konvent zu Besuch nach Alexanderdorf zur gemeinsamen Feier der Jubiläen unserer Klöster - 75 und 60 Jahre.
 
24. Mai

Jahresversammlung des Fördervereins

Zur jährlichen Versammlung des „Fördervereins Kloster Alexanderdorf e.V.“ kamen am Sonntag, 24. Mai, ca. 50 Mitglieder ins Kloster. In der kurzen fünfjährigen Vereinsgeschichte hat sich das gemeinsame Kaffeetrinken zu Beginn mit Schwestern und Hausgästen auf der Gästewiese als gute Tradition erwiesen. So ist die Jahresversammlung nicht nur Erfüllung einer Satzungspflicht, sondern für viele eine gern genutze Gelegenheit, in familiärer Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bei der anschließenden satzungsmäßigen Versammlung stellte die erste Vorsitzende, Frau Claudia Scholz, den Rechenschaftsbericht vor. Im vergangenen Jahr konnte finzanzielle Unterstützung geleistet werden zur
Finanzierung einer Reinigungskraft im Gästehaus,
Fernausbildung einer Schwester an der Modeschule Barbara Wegelin (St. Gallen, Schweiz) für die Arbeit in Paramentenwerkstatt und Nähstube des Klosters,
Erstellung eines „Kleinen Kirchenführers“.

Für das kommende Jahr wurde die Förderung folgender Projekte beschlossen:
Fortführung der genannten personengebundenen Förderungen
Beitrag zur Neugestaltung des Klostervorplatzes
Zuschuß zu den Kosten des Jubiläumsjahrs

Im Anschluß an die Sitzung war Gelegenheit, eine kleine Ausstellung der Paramentenwerkstatt zu besichtigen, sich über Planung und Stand der geförderten Fernausbildung zu informieren und auch einen Spaziergang im Klostergarten zu machen.

Nach dieser Pause traf man sich noch einmal zur Vorstellung des neuen Klosterfilms „Dir gebührt Lob“, der allgemein ein anerkennendes Echo fand. Wie in den vergangenen Jahren, schloß die Feier der Vesper den Nachmittag ab.

 
 
14. Mai

Besuch des Landrats des Landkreises Teltow-Fläming
Landrat Peer Giesecke, der Kreistagsvorsitzende Klaus Bochow, Mitarbeiter der Verwaltung des Landkreises Teltow-Fläming, der Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee und Vertreter der Gemeindeverwaltung kamen heute zu einem Gespräch in unser Kloster.
Diese Visite war die letzte Station eines Informationsbesuchs, der Vertreter von Kreis und Gemeinde in verschiedenen Einrichtungen der Gemeinde Am Mellensee.

Die Gäste zeigten sich interessiert an der Geschichte und dem gegenwärtigen Wirken unserer Gemeinschaft, besonders auch an der Gestaltung der Nachbarschaft von Kloster und Ortsgemeinde.

Nach einem angeregten Gespräch besichtigten sie unsere aus einer typischen märkischen Scheune entstandene Kirche und erhielten in der Hostienbäckerei einen Einblick in die Arbeitsabläufe bei der Hostienherstellung.

Eine kurze, aber gelungene Begegnung, die für beide Seiten, Gäste und Gastgeberinnen, Anstoß zu gegenseitiger Wahrnehmung von Aufgaben und Verantwortung beitrug.
 
13. Mai

Ordenswallfahrt nach Alexanderdorf
Die jährliche Ordenswallfahrt führte heute ca. 130 Vertreterinnen und Vertreter von über 25 Ordensgemeinschaften zu einem frohen Festtag anläßlich unseres Jubiläums in Alexanderdorf zusammen.

Der Tag begann um 10 Uhr mit der Eucharistiefeier, die von unserem Erzbischof, Georg Kardinal Sterzinsky, geleitet wurde. Danach war in zwei großen Zelten das Mittagessen vorbereitet, bei dem man bei märkischer Kartoffelsuppe und Würstchen alte Bekannte wiedertreffen oder neue Bekanntschaften schließen konnte.

Der neue Klosterfilm fand bei der ersten Aufführung im überfüllten Tagesraum so viel Zuspruch, daß er gleich anschließend ein zweites und am Nachmittag ein drittes Mal gezeigt wurde.

An die Mittagshore schloß sich in der Kirche als Singspiel die "Geschichte von Jona und der schönen Stadt Ninive" an, für das unsere Instrumentalistinnen und Sängerinnen großen Applaus bekamen.

Am Nachmittag konnten sich unsere Gäste im Garten und Park des Klausurgeländes ergehen und auch Hostienbäckerei und Paramentenwerkstatt besichtigen, Orte, die für Besucher sonst verschlossen bleiben.

Die feierliche Vesper war der letzte Höhepunkt dieses gelungenen Tages. Bei der Verabschiedung tauschten wir als Gastgeberinnen mit vielen Schwestern und Brüdern persönlich unseren Dank aus für ihren Besuch.
Als gemeinsames Geschenk hatten die Ordensleute eine kostbar gestaltete Kerze mitgebracht, die während der Gottesdienste am Altar brannte und uns nun noch einige Zeit an die Verbundenheit mit ihnen erinnern wird.

Zum Gelingen des Tages trugen viele bei, wir als Einladende, unsere Gäste, aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über ihre Arbeitszeit hinaus für das Wohl aller sorgten, umsichtig und gut gelaunt, wie die ganze Festversammlung.

Einige Fotos sind hier zu sehen.
 
13. Mai

DVD zum Klosterjubiläum

"Dir gebührt Lob - Benediktinerinnen
in Alexanderdorf"

© Ein Film von Ernst Herb

25 Minuten

Der Film gibt Einblick in den Alltag unseres Klosters.
Gebet, Lesung und Arbeit prägen das Zusammenleben der Schwestern ebenso, wie die Offenheit für Menschen, die mit unterschiedlichen Vorstellungen und verschiedenen Anliegen als Gäste und Besucher kommen.

Die DVD kann für 9,90 €
bestellt werden:
abtei@kloster-alexanderdorf.de
 
 
 
1. Mai
Eröffnung der Sommermusiken 2009
 

Kammermusikalische Perlen, virtuos vorgetragen von einem exzellenten Trio: Michael Witt, Blockflöten, Horst Krause, Viola da gamba und Wolfgang Flügel, Orgel & Continuo eröffneten die Sommermusiken 2009 im Kloster  Alexanderdorf.

Die beiden Sonaten von Georg Friedriche Händel (1685-1749) für Flöte und bezifferten Baß in g-moll und F-Dur erklangen in reiner, tonvoller Schönheit.

Johann Friedrich Walther (1684-1748), Schüler bei Johann Bernhard Bach, einem Cousin von Johann Sebastian, wurde 1702 Organist an der Erfurter Thomaskirche, 1707 an der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar. Dort befreundete er sich mit Johann Sebastian. Er wurde zum Musiklehrer des Prinzen Johann Ernst, Sohn des Herzogs Johann Ernst III. von Sachsen-Weimar und dessen Stiefschwester ernannt, was ihm hohes Ansehen verschaffte. Wie für Johann Sebastian war für ihn die Bekanntschaft mit den Concerti italienischer Meister wegweisend, was sich in den drei Orgelkonzerten widerspiegelt, die zur Aufführung gelangten. Es sind Bearbeitungen von Konzerten für die Orgel von Torelli, Taglietti und Albinoni: volltönend italienischer Barock.

Bei wunderbar vorsommerlichem Wetter konnte man den zwitschernden Flötentönen, den ungewohnt heiteren Klängen der Viola da gamba und den von zart bis voll klingenden Orgeltönen freudig und dankbar lauschen. Ein Da capo wäre erwünscht, so auch ist es dem Applaus der Zuhörer zu entnehmen. Danke für diesen schönen 1. Mai 2009.

Gerlinde Redzich, Berlin
 
30. April
Jubiläumsbäumchen
 

 
Dieses unscheinbare Apfelbäumchen steht seit gestern als "Jubiläumsbaum" in unserem Garten.

Das Pflanzen von Bäumen zu besonderen Anlässen hat auch in unserem Kloster eine gewisse Tradition. So pflanzten wir nach der Wiedervereinigung zusammen mit unseren Dinklager Schwestern eine Tanne mit symbolträchtigen zwei Spitzen im Park, die inzwischen eine beträchtliche Größe erreicht hat. Nach der Wahl unserer jetzigen Äbtissin Ursula Schwalke im Jahr 2000 wurde im Schwesterngarten eine Zypresse gesetzt, die ebenfalls wächst und gedeiht.

Mit dem neuen Apfelbaum in unserem Jubiläumsjahr verbinden wir den Wunsch, daß unser Konvent, so wie der Baum, in Zukunft gute Früchte trägt.
 
20. April
 

 

Vom 21. April bis 13. Mai ist unser Gästehaus geschlossen!

 

 
15. April
Klosterfest am 75. Gründungstag
 
Zum Auftakt der diesjährigen Jubiläumsfeiertage besuchten uns heute die Mitbrüder vom Kloster Huysburg bei Halberstadt und die Schwestern der Tutzinger Missionsbenediktinerinnen aus Dresden.

Nach der Eucharistiefeier wurde auf dem Weg zum Mittagessen - wie man sieht mit Erfolg - zum Erinnerungsfoto eingeladen. Nach der Stärkung im Refektorium trafen wir uns zum Erzählen über Altes und Neues aus unseren Konventen. Non, Mittagpause mit der Möglichkeit zur Hausbesichtigung für die Gäste und Kaffeetrinken waren "Zwischenprogramm", bevor es am Nachmittag einen Rückblick auf die bewegte Geschichte unseres Klosters mit alten Dias und Auszügen aus den Annalen gab.

Die feierliche Vesper vereinte uns noch einmal im Gotteslob, und dann hieß es nach dem Abendbrot schon wieder Abschied nehmen.
Der Tag bot Gelegenheit, alte Bekanntschaften zwischen einzelnen Schwestern und Brüdern wieder zu aktivieren und die Verbundenheit unserer Konvente zu beleben. Am Ende konnte man bei einigen hören: So etwas sollte man viel öfter machen.

Mit den Tutzinger Missionsbenediktinerinnen gibt es Verbindungen seit dem Ende der Zwanziger Jahre. Als unsere Gründungsschwestern  in Berlin die ersten Schritte in das benediktinische Leben machten, fanden sie in Tutzing wiederholt herzliche Aufnahme, und bekamen dort die Möglichkeit, klösterliches Leben kennenzulernen.

Mit den Mönchen von der Huysburg verbindet uns ein Stück gemeinsame DDR-Vergangenheit. Als dort Anfang der Siebziger Jahre monastisches Leben neu begann, waren die ersten Brüder oft bei uns zu Gast, so daß nun Alexanderdorf seinerseits bei einer Gründung behilflich sein konnte.

Einige Fotos vom Festtag sind hier zu sehen.
 
14. April
Jubiläum in der Osterwoche
 
 

Morgen begehen wir den 75. Jahrestag der Gründung unseres Klosters. Vor 75 Jahren begannen die Schwestern, die als Rot-Kreuz-Schwestern in Berlin 1919 begonnen hatten, hier nach der Regel des hl. Benedikt zu leben und das tägliche Stundengebet zu halten.

Wir wissen aus den vielen Erzählungen der Gründungsschwestern, mit welcher Begeisterung und welchem Schwung sie diesen Tag begangen haben.
Ein langer, oft mühevoller Weg des Suchens lag hinter ihnen bis sie den heruntergekommenen Alexanderhof fanden.

Vor 300 Jahren war auf unserem Gelände als erstes ein Schafstall erbaut worden.

Nun sollte er zu einem Kloster werden. Und die Schwestern hörten beim ersten feierlichen Gottesdienst die Worte aus dem Johannesevangelium: "Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Und ich gebe mein Leben hin für die Schafe."

Unsere Gründungsschwestern hatten die Stimme des Guten Hirten gehört, der sie gerufen hat, hier im märkischen Sand gute Weide zu finden. Und sie sind nicht getäuscht worden. Mit der Hilfe Gottes, aber auch mit sehr viel eigenem Einsatz ist hier ein Ort entstanden, wo Gottes Gegenwart erfahrbar geworden ist für die Schwestern die hier lebten und leben, wie auch für die vielen Menschen, die hier zu Gast waren und im Glauben gestärkt, ermutigt und getröstet von hier gegangen sind. 

An diesem  75. Gründungstag ist es angemessen dem Herrn zu danken für seine Gegenwart unter uns und seine Führung durch all die Jahre hindurch. Er hat uns in diese Gemeinschaft geführt, in der wir in seinem Namen miteinander leben, beten und arbeiten. Gerade in diesen Tagen der Osterzeit spüren wir wieder, daß es gut ist, hier miteinander zu leben, versammelt um den auferstandenen Herrn.

Mit dem Psalmisten können wir sagen: „Auf schönes Land ist mir das Los gefallen.“ (Ps 16) Wo die Gnade hin trifft wird auch  der dürre Sand fruchtbar. So schauen wir voll Zuversicht in die Zukunft. Wenn Gott hier ein Kloster haben will als Stätte seiner Gegenwart, wird er auch Fruchtbarkeit und neues Wachstum schenken.

(Aus der Ansprache von Äbtissin Ursula Schwalke in der Ersten Vesper vom Gründungstag)

 
26. Februar
Am Beginn der Fastenzeit: Gott ist schön
 
 
"Kehrt um und glaubt an das Evangelium!" Dieser Ruf steht am Anfang der österlichen Zeit .

Ein Studientag mit Frau Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Lehrstuhl für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden) stellte uns neu vor Augen, warum es sich lohnt, diese Umkehr zu Gott zu suchen. Lebendig und anschaulich sprach sie über die Schönheit Gottes, die sich in der Schöpfung zu erkennen gibt, wenn auch in einer letzten Verborgenheit.

Fastenzeit ist Gelegenheit, einen neuen Blick auf die Zeichen Gottes in der Welt zu gewinnen, dafür ist manches, was ab-lenkt, zu lassen.
Die Umkehr ist der Weg, auf dem es uns möglich wird, die uns von Gott her kommende Schönheit wieder neu strahlen zu lassen.

Im Mitgehen mit dem Gekreuzigten, in dem Gottes Schönheit die Gestalt des Erniedrigten und Verachteten annimmt, wird unsere eigene Dunkelheit in seiner Auferstehung in Licht verwandelt. Das ist die Vollendung, zu der wir unterwegs sind, die wir in der Feier von Tod und Auferstehung schon erfahren.


 

Sternsinger auch in Alexanderdorf unterwegs
 
 
Wie schon in den vergangenen Jahren sind in diesen Tagen wieder Alexanderdorfer Kinder als Sternsinger im Ort unterwegs. Begleitet von unserer S. Johanna sind sie nicht nur bei den katholischen Dorfbewohnern gern gesehene Gäste.
Wie die vielen anderen "kleinen Könige" verkünden sie mit Liedern und Gebet die frohe Botschaft von der Menschwerdung Gottes und bringen so seinen Segen in die Häuser.

Dabei bitten sie auch um eine Spende für Kinder in Not. Diese Aktion wird jährlich vom
Kindermissionswerk "Die Sternsinger" unter ein besonderes Thema gestellt. Die gesammelten Spenden kommen sozialen Projekten für Kinder in armen Ländern zugute. In diesem Jahr sammeln die Mädchen und Jungen unter dem Motto "Kinder suchen Frieden" schwerpunktmäßig für Kinder und Jugendliche in Kolumbien.
 
 
 
Jubiläumsjahr im Kloster Alexanderdorf

Informationen zu den Tagen besonderen Gedenkens in diesem Jahr finden Sie hier.

Zur Mitfeier des Jubiläums haben wir verschiedene Gruppen von Gästen eingeladen, so den Konvent des Klosters Huysburg mit dem wir seit seiner Gründung eng verbunden sind, die Schwestern unserer Tochtergründung, der Abtei St. Scholastika in Dinklage, die Ordenleute des Erzbistums Berlin und Gäste, die schon vor 25 Jahren mit uns das Fest der Kirchweihe gefeiert haben.

Am 26. September laden wir erstmals zu einem "Tag der offenen Tür" ein.
Nähere Informationen dazu werden rechtzeitig bekannt gemacht.