Aktuelles 2008   Archiv 2007
9. November
Gedenken an die Reichspogromnacht vor 70 Jahren
Zum Gedenken an die Reichspogromnacht vor 70 Jahren waren christliche Gemeinden in ganz Deutschland eingeladen, am 9. November ab 17 Uhr für 15 Minuten die Glocken zu läuten. Unser Kloster beteiligte sich dieser Aktion.

Unsere Nachbarinnen und Nachbarn im Dorf wurden mit einem Schreiben informiert und eingeladen, sich mit uns im Gedenken zu verbinden.
Eine ganze Anzahl von ihnen kam um 17 Uhr in unsere Kirche. Nach einer kurzen Einführung hielten wir gemeinsam während des Läutens der Glocke 15 Minuten Stille. Ein Fürbittgebet schloß sich an:

Wir beten um den ewigen Frieden für die Opfer der Shoa.

Wir beten für die Juden, die überlebt haben und mit dem Schrecken weiterleben mußten.

Wir beten für ihre Kinder und Enkel, die mit dieser schweren Last aufgewachsen sind.

Wir beten für die jüdischen Gemeinden in unserem Land.

Wir beten um Schutz für alle, die in unseren Tagen aus Intoleranz und Haß angegriffen werden.

Wir beten um Umkehr für jene, die für antisemitische und fremdenfeindliche Überzeugungen werben.

Wir beten, daß in unserem Land immer mehr Menschen zu dem Mut finden, Unrecht und Gewalt entgegenzutreten. 
8. November
Schwestern beim Tag der Erstkommunionkinder
Zum wiederholten Mal beteiligten sich drei Schwestern unseres Klosters am Tag der Erstkommunionkinder im Erzbistum Berlin.
Jeweils an einem Sonnabend im November sind die Erstkommunionkinder des folgenden Jahres mit ihren Eltern und Geschwistern in die Gemeinde St. Ludwig (Berlin-Wilmersdorf) zu einem Informations- und Erlebnistag eingeladen.Dabei gibt es für Kinder und Erwachsene verschiedene Möglichkeiten, Glauben miteinander zu teilen und Neues am Glauben zu entdecken.
Kreative Angebote und Einblicke in die Abläufe von Gottesdienst und Familienfeier sollen dazu beitragen, die Freude auf das kommende Erstkommunionfest zu wecken.

Unsere Schwestern gaben Gelegenheit, zu erfahren, wie die Hostien hergestellt werden und wie liturgische Gewänder entstehen.
Die Kinder konnten selbst in Handarbeit Hostien ausstechen, was einiges an Kraftaufwand erfordert. Sie konnten beim Sticken zusehen oder auch mit Materialien aus der Paramentenwerkstatt ein kleines Kreuz verzieren.
Dabei hatten die Schwestern alle Hände voll zu tun, aber es gab auch Gelegenheit, auf Fragen von Kindern und Eltern einzugehen.
13. Oktober
Erntegaben aus Wittichenau
Wie schon in den vergangenen Jahren wurden wir auch diesmal mit den Erntegaben beschenkt, die am gestrigen Entedanksonntag in der Gemeinde Wittichenau für unser Kloster gesammelt worden waren.

Ein großer LKW fuhr am Vormittag an unserer Küche vor, und fleißige Helfer hatten eine Weile zu tun, um die Äpfel, Kartoffeln, Mohrrüben, Zucchini, Kürbisse und anderes abzuladen und in den Vorratskeller zu bringen.


Dort sieht es jetzt bunt aus und duftet nach sonnigem Herbst.
Wir danken der Gemeinde in Wittichenau, wohl wissend, daß unser gefüllter Keller das Ergebnis der Arbeit vieler ist, vom Anbau und der Ernte bis zum Sammeln und dem Transport in unser Kloster.

Gott hat seinen Segen auch in diesem Jahr gegeben. Wir freuen uns, daß wir darin mit den vielen Menschen, die uns beschenkt haben, verbunden sind.

24. September 2008
Ökumenisches Gespräch
Am Mittwoch, 24. September 2008, fand im Tagesraum des Klosters das Ökumenische Gespräch zum Thema: „Eucharistische Hochgebete“ statt. 
Neben dem Ökumenebeauftragten des Erzbistums Berlin, Dr. Fenski, waren unter den 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern P. Theodor von der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Berlin und Prof. Dr. Röhrig aus Marburg als Referenten gekommen. 

Pfr. i. R. Claubert aus Motzen stellte ein Hochgebet aus der evangelischen Agende 2000 vor. Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, daß der Gemeindekirchenrat in den evangelischen Gemeinden großen Einfluß auf die Gestaltung der Gottesdienste hat. Einen festen Ablauf mit immer gleich bleibenden Elementen, wie in der katholischen Eucharistiefeier, gibt es nicht.   
Prof. Röhrig wies darauf hin, daß der Begriff „Eucharistisches Hochgebet“ in der katholischen Kirche erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt wurde. Es ist das zentrale Gebet in der heiligen Messe zwischen Gabenbereitung und Kommunion. 

Beim ökumenischen Gespräch ging es darum zu entdecken: 
Was ist Liturgie? 
Was wird in ihr verkündet? 
Nach dem alten Spruch: „Lex orandi lex credendi“ bringt das, was wir im Gebet sagen, unseren christlichen Glauben zum Ausdruck. 
Die Teilnehmer fanden in den Gebetstexten viele Gemeinsamkeiten.
13. September 2008

Verein der "Freunde der Katholischen Akademie in Berlin"
tagen in Alexanderdorf

Zwischen der Katholischen Akademie in Berlin und unserem Kloster gibt es seit einiger Zeit eine Zusammenarbeit, die vor allem in den spirituellen Aspekten der Akademiearbeit zum Tragen kommt. 
Eine Reihe von Akademieabenden im Frühjahr dieses Jahres war Themen der Benediktsregel gewidmet.
Begleitend wurde die Regel selbst vernehmbar vor den Sonntagsgottesdiensten in der Akademiekirche. 
Direktor Joachim Hake, Geistlicher Rektor Christoph Karlson und Äbtissin Ursula Schwalke im Gespräch Am 13. September kamen nun die "Freunde der Katholischen Akademie in Berlin" zu ihrer Jahresversammlung in unserem Kloster zusammen.
In einem Gespräch mit unserer Äbtissin Ursula Schwalke konnten sie sich über benediktinisches Leben im allgemeinen und hier am Ort in Alexanderdorf informieren. Sie bekamen einen Eindruck von der Klosteranlage und konnten Gemeinschaft mit dem ganzen Konvent in der Mitfeier des Mittagsgebets erfahren. 
Nach der Vereinsversitzung fuhren die Gäste am Nachmittag weiter nach Wünsdorf, um dort den Spuren der militärischen Vergangenheit in unserer Region nachzugehen.
August 2008
Unser Sommerfest

Das traditionelle Sommerfest des Konvents verband diesmal die jüngst zu Ende gegangenen Olympischen Spiele mit dem Paulusjahr.

Unter dem Titel "Erste Paulolympische Spiele der Neuzeit" fanden wir uns am Nachmittag zu Spiel, Tanz und Gesang auf der Wiese im Klausurgarten zusammen. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen waren einige biblische Kenntnisse unter Beweis zu stellen, aber auch interessante Informationen zu den Olympischen Spielen zu erhalten.
Nach der Grill-Mahlzeit klang der Abend mit Liedern am Lagerfeuer aus.

23. August 2008
Ein Tag der Aufbrüche
Gleich drei Gruppen verabschiedeten sich heute aus dem Kloster, nachdem sie längere oder kürzere Zeit unsere Gäste gewesen waren.

Nach nur einer Nacht machten sich acht Fahrrad-Wallfahrer aus den Gemeinden St. Christophorus und St. Clara in Berlin-Neukölln wieder auf den Weg. Sie waren gestern aufgebrochen mit dem Ziel, im Mechtild-Jahr nach Kloster Helfta auf den Spuren der hl. Mechtlild zu pilgern.

Da traf es sich gut, daß unsere S. Johanna sich im Rahmen ihrer Mitarbeit in der Mystik-Kommission des Bistums Magdeburg schon intensiv mit Leben und Werk Mechtilds bekannt gemacht hatte. Von ihr bekamen die Teilnehmer der Wallfahrt eine erste Einführung.

Für unseren Konvent brachte der unverhoffte Besuch der Gruppe Leben ins Haus, weil wir wieder einmal improvisieren konnten. Obwohl die Zimmer des 


Gästehauses vollständig belegt waren, hatten alle ein Dach über dem Kopf, konnten sich waschen und sättigen. In den Gottesdiensten am Abend und am Morgen wurde für alle Gemeinschaft und der Segen der Gastfreundschaft erfahrbar.

Vier Wochen lang folgten wir gemeinsam mit Priestern der Priestergemeinschaft Jesus Caritas dem alten benediktinischen Motto "Bete und arbeite".
Die Gruppe war in unserem Kloster zu einem Nazarethmonat zusammengekommen, einer Zeit intensiven Gemeinschaftslebens mit geistlichen Impulsen, Bibelarbeit, brüderlichem Austausch, persönlichem Gebet. 
Nach dem Vorbild Jesu, der in seiner Heimatstadt Nazareth als Handwerker gearbeitet hat, gehört dazu auch tägliche Arbeit.
Die Priester waren über drei Wochen vielseitige Helfer, die willig und mit Humor die verschiedensten Arbeiten ausführten. So wurden die zahlreichen Fahrräder der Schwestern und Gäste generalsaniert, Baumstümpfe auf der Gästewiese unter Einsatz aller Kräfte aus dem Boden geholt, im Garten Bohnen und Kartoffeln geerntet, im Gelände "aufgeräumt", und ein alter Brunnen ausgegraben, der in Vergessenheit geraten und bei den Arbeiten an unserem neuen Schuppen zum Vorschein gekommen war.

Die letzte Woche war Geistlichen Übungen - Exerzitien - vorbehalten.Zweimal trafen sich Priester und Schwestern zu einer gemeinsamen Runde, wo man sich kennenlernen konnte, was im übrigen auch bei den Arbeitseinsätzen immer wieder geschah.

Den längsten Heimweg trat unser Besuch aus Litauen an. Priorin Juozapa von den Benediktinerinnen in Kaunas hatte zehn Tage bei uns Ferien gemacht. Die Verbindung zu den Mitschwestern in Litauen bestehen schon seit vielen Jahrzehnten. Damals konnten sie nur im Untergrund als Benediktinerinnen leben und trafen sich, immer in Sorge vor der Entdeckung durch den sowjetischen Geheimdienst, unter schwierigen Bedingungen zum Gebet. Bekannte unseres Alexanderdorfer Klosters nahmen als Touristen Literatur und andere Zeichen der Verbundenheit mit nach Litauen. 
Nach der politischen Wende und der Unabhängigkeit Litauens konnte das gemeinsame Leben wieder aufgenommen werden. Seitdem gibt es regelmäßige Kontakte, litauische Schwestern kommen zu uns, unsere Äbtissin und verschiedene Schwestern unseres Konvents fahren nach Litauen.
Für Schwester Paulina (im Bild rechts unten), die für ein Jahr in unserem Konvent mitlebt, um die deutsche Sprache zu lernen, war es eine besondere Freude, ihre Mitschwestern wiederzusehen. Denn noch drei weitere junge Mitglieder des Konvents in Kaunas machten bei uns Station, um Priorin Juozapa zu herzubringen und wieder abzuholen. Sie selbst fuhren weiter nach Belgien, um auch dort benediktinische Klöster zu besuchen. 
Die vier Schwestern wurden sehr herzlich verabschiedet in der Gewißheit, daß es ein Wiedersehen geben wird, sei es in Kaunas, sei es in Alexanderdorf.


Und was taten wir nach diesen vielen Abschieden?
Sebstverständlich begleiten wir diese wie alle Gäste mit unserem Gebet.
Am Abend beginnen wir mit der Feier der Ersten Vesper vom Sonntag das Gedenken an den Tag, an dem vor 59 Jahren die ersten Schwestern des Alexanderdorfer Konvents die ewigen Gelübde ablegen durften. Die römische Erlaubnis dafür bedeutete nach dem langen Weg der Gründung die Anerkennung als benediktinisches Nonnenkloster.
In jedem Jahr nutzen wir den 24. August zur Besinnung auf das Geschenk unserer Berufung und danken Gott, der uns auf diesen Weg des monastischen Lebens geführt hat.

SOMMERMUSIK
10. August 2008, 16 Uhr
in der Klosterkirche

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
Canticum canticorum (Hohe-Lied-Motetten)

Giovanni Rovetta (1596-1668)
„O Maria, quam pulchra es"
Geistliches Konzert für Tenor und Continuo

Bonifatio Gratiani (1605-1664)
„Salve Regina"
Geistliches Konzert für Sopran und Continuo

Innocentio Vivarino (1575-1626)
„Magnificat"
Geistliches Konzert für Altus und Continuo

Claudio Monteverdi (1567-1643)
„Dulcis amor"
Geistliches Konzert für Bass und Orgel

Ausführende:
Susanne Wilsdorf (Sopran)
Frederic Meylan (Altus)
Christoph Leonhard, Robert Schenke (Tenor)
Helge Rowold, (Baß)
Leitung und Continuo: Domkapellmeister Michael Witt

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine angemessene Spende 
zur Deckung der Unkosten gebeten.
Vor dem Konzert Kaffee und Kuchen auf der Gästewiese.

Juli 2008
Es wird - wieder - gebaut

So intensiv wie 2007 sind unsere Bauaktivitäten in diesem Jahr nicht.
Zur Zeit wird der Schuppen, der unseren "Recycling-Platz" beherbergt, erneuert.

Die bewährten Mitarbeiter der Firma Bartoszak in Wünsdorf arbeiten diesmal abseits vom Wohnbereich, aber doch in Sichtweite, so daß die Schwestern die Fortschritte täglich  mitverfolgen können.

Obwohl es nur ein kleiner Bau ist, wurde auch diesmal im Beisein des ganzen Konvents Richtfest gefeiert.

Wenn alles fertig ist, wird unsere "Güne-Punkt-Beauftragte" in einem sauberen und gut belüfteten Raum für Sortierung und Ordnung der Abfälle sorgen können.

6. Juli
Abschluß des Berufungsjahrs 2007/2008


Zum letzten Gruppentreffen des Berufungsjahrs 2007/2008 im Erzbistum Berlin kamen Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Team am Sonntag, 6. Juli, nach Alexanderdorf.
Seit Oktober 2007 waren sie einmal monatlich hier zusammengekommen, um gemeinsam Erfahrungen gelebten Christseins zu machen und auszutauschen.

Der Rückblick auf den Weg in den vergangenen Monaten zeigte, daß es sich gelohnt hatte, die Zeit für das Berufungsjahr zu investieren. 
Zwischen den Gruppentreffen sorgten biblische Impulse dafür, daß auch der Alltag eine geistliche Prägung erhielt.

Eine besonders intensive Zeit waren die Gemeinschaftstage im Mai mit der Möglichkeit, den eigenen Themen und Fragen gründlich nachzugehen.

Im Lauf der Zeit sind vielfältige Beziehungen untereinander entstanden, die auch nach Beendigung des Berufungsjahrs weiter bestehen bleiben sollen.
Ein Nachfolgetreffen ist im Februar 2009 geplant.
Eine Neuauflage des Berufungsjahrs im Erzbistum Berlin wird es voraussichtlich ab Herbst 2009 geben.

25. Mai
Versammlung des Fördervereins

Am Sonntag, dem 25. Mai 2008, trafen sich im Kloster 44 Mitglieder des Fördervereins zur jährlichen Mitgliederversammlung. Nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen im Garten eröffnete Äbtissin Ursula die Versammlung mit einem Grußwort. Sie brachte ihre Freude zum Ausdruck über die vielfältige Unterstützung, die das Kloster durch den Förderverein erfährt. Zugleich betonte sie, daß die praktische und finanzielle Hilfe nur ein Aspekt ist. Ebenso wichtig ist die Verbundenheit der Klostergemeinschaft mit so vielen Menschen aus nah und fern in dem Bemühen das Christsein engagiert zu leben und sich im Gebet verbunden zu wissen.

Frau Claudia Scholz trug als erste Vorsitzende des Vereins den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2007 vor. Die im vorigen Jahr geplanten Projekte konnten alle wie beschlossen unterstützt werden:


Finanzierung einer Reinigungskraft im Gästehaus, Zuschuß zur Ausbildung einer Schwester zur Exerzitienleiterin und Förderung der Dachsanierung des Südflügels des Klosters.

Äbtissin Ursula dankte den Mitgliedern des Vereins für ihren Einsatz und im besonderen Frau Scholz für ihr Engagement als erste Vorsitzende. Dann stellte sie die Projekte für das laufende Jahr vor. Die ersten beiden Projekte werden weitergeführt. 

Zur Förderung der Instandhaltung schlug sie für das Jahr 2008 die Instandsetzung des Friedhofs, der ein Teil des Dorffriedhofs ist vor, die Restaurierung der Piéta in der Kirche, sowie die Unterstützung der Erstellung eines Klosterfilms für die Gästearbeit und zum Jubiläumsjahr 2009.

Sind darüber hinaus noch Mittel vorhanden, sollten sie für die Sanierung der Fenster auf der Ostseite des Haupthauses verwendet werden. Die Anwesenden stimmten diesen Vorschlägen einstimmig zu.

Nach einer kurzen Pause stellte S. Ruth in einer Präsentation die Ausbildung und Tätigkeit in Exerzitenbegleitung vor. 
Musikalisch umrahmt wurde die Präsentation durch zwei Stücke von Georg Philipp Telemann für Cello und Flöte, gespielt von S. Scholastika und S. Beata.
Die gemeinsam gesungene Vesper in der Kirche schloß diesen Nachmittag ab.

11. Mai - Pfingstsonntag
Besuch des Apostolischen Nuntius



 


Nach dem Bericht der Apostelgeschichte machte am 
Pfingsttag der Geist Gottes die Gemeinde der Jünger 
Jesu zur Kirche, die allen Völkern das Evangelium verkündet. (Apg 2,1-11)
Weltkirche wurde für uns erfahrbar im Besuch von 
Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, dem Apostolischen Nuntius in Deutschland.
In Begleitung von Nuntiaturrat Prälat Dr. Stephan Stocker informierte er sich im Anschluß an die gemeinsame 
Eucharistiefeier über Geschichte und heutiges Wirken unseres Klosters auf einem Rundgang durch das Haus.


Nach dem Mittagessen mit unseren Gästen 
hatten wir in der klösterlichen Erholungsstunde, der Rekreation, Gelegenheit zum Austausch. Wir bekamen ein Bild von der Verschiedenartigkeit der Einsätze des Erzbischofs vor seiner Berufung zum diplomatischen Vertreter des Papstes in Deutschland. Interessant war auch, etwas über seine Eindrücke von der kirchlichen Situation in unserem Land zu hören.
Eindringlich ermutigte uns der Nuntius, unser 
Gebet beständig in der Gemeinschaft der Kirche und in ihrem Dienst für die ganze Welt zu beleben. Dafür war sein Besuch in unserem Kovent ein neuer Impuls. 
Informationen zur Apostolischen Nuntiatur in Deutschland 
finden Sie hier.
Festhochamt am Pfingstsonntag
Am Pfingstsonntag beginnt das Festhochamt 
um 10 Uhr in der Klosterkirche.

Wir freuen uns, daß wir dazu den 
Apostolischen Nuntius in Deutschland 
Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset 
begrüßen werden können.

Die Eucharistiefeier um 7.45 entfällt.
1. Mai - Himmelfahrtstag 2008

Traditionsgemäß wurde am 1. Mai wieder zum Konzert eingeladen.
Dargeboten von
Johannes Steber (Trompete) und Bernhard Ledermann (Orgel)
erklangen Werke
von G. Frescobaldi, H. Purcell und L. Mozart in der gut gefüllten Klosterkirche.

Das Maikonzert eröffnete die Reihe der diesjährigen Sommermusiken, die im Juni, Juli und August jeweils am 2. Sonntag des Monats stattfinden.

Nährere Informationen finden Sie hier.
Seit dem 1. Mai ist unser Gästehaus wieder geöffnet.

Am Himmelfahrtstag nahmen auch viele Tagesbesucher die Gelegenheit für einen Ausflug ins Grüne wahr.


Eine Herrenrunde hatte Spaß an der 
klösterlichen Kulisse für ein Erinnerungsfoto.
Und wir Schwestern staunten nicht schlecht 
über den Oldtimer aus dem Jahr 1928.
 

Vom 9. bis zum 30. April 
ist unser Gästehaus geschlossen.

5. April 

Pieta, alter Zustand Pieta, nach der Instandsetzung
Nach fünfmonatiger Arbeit an unserer Pieta in der Restaurierungswerkstatt der Abtei Engelthal kam die Skulptur am Sonntag, 5. April wieder in unser Kloster zurück und erhielt ihren angestammten Platz in der Klosterkirche.
Dank der dezent ausgeführten Reinigungs- und Reparaturarbeiten, ist nun der Erhalt des uns und vielen Gästen vertrauten Marienbilds gesichert.
Ostern 2008

In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater,
nimm an das Abendopfer unseres Lobes,
nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe!
Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet,
wird sie dir dargebracht von deiner heiligen Kirche
durch die Hand ihrer Diener.


"Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet", 
so besingt das Exsultet der Osternacht die Osterkerze, 
die Symbol ist für den auferstandenen Christus.

In diesem Jahr trifft das auf unsere Osterkerze hundertprozentig zu: Sie ist ganz aus Bienenwachs.
Die Schwestern des Benediktinerinnenklosters in Kaunas (Litauen) haben sie uns zum Geschenk gemacht.

So haben wir in dieser Osterzeit ein Zeichen in unserer Mitte, das uns miteinander in der österlichen Freude verbindet und bezeugt: Ostern hat keine Grenzen.

Ostergottesdienste im Kloster Alexanderdorf
Über die Zeiten der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen können Sie sich hier informieren.

Konventexerzitien vom 1. bis 9. März
In dieser Zeit bleibt unser Gästehaus geschlossen.

Die Regula Benedicti in der Katholischen Akademie Berlin e.V.

Die Katholische Akademie Berlin e.V. setzt in dieser Fastenzeit 2008 einen spirituellen Akzent mit der Vorstellung der Regel des heiligen Benedikt und Angeboten zur Einführung in diese Urkunde christlichen Lebens aus der Mitte des 6. Jh.

An den Fastensonntagen wird jeweils 30 Minuten vor Beginn der Eucharistiefeier in der Akademiekirche St. Thomas von Aquin ein Abschnitt der Benediktsregel - ohne Kommentar - vorgelesen. Dazu wurden Schwestern unseres Konvents nach Berlin eingeladen.

10. Februar „Wähle das Leben!“ - Prolog und Kapp. 1-3
17. Februar „Vor dem Angesicht Gottes“ - Kapp. 4-7. 8.12.16.19.20
24. Februar „Wenn er aber uneinsichtig ist ...“ - Kapp. 21-30
02. März „Allen sei alles gemeinsam!“ - Kapp 31-42, 47-49
09. März „Aufgenommen werden wie Christus“ - Kapp. 52-62
16. März „Er führe uns gemeinsam zum ewigen Leben!“ - Kapp. 63-73


Am 12. Februar gaben die Äbtissin von Alexanderdorf, Ursula Schwalke, und Pater Athanasius Polag vom Kloster Huysburg einem interessierten Publikum die Gelegenheit, Informationen über Autor und Entstehung der Regel aus "erster Hand" zu erhalten.
Der Akademieabend mit dem Thema "Regula Benedicti - Dem gemeinsamen Leben eine Form geben" zeigte außerdem Möglichkeiten auf, die 1500 Jahre alte Klosterregel heute zu lesen und zu verstehen. Das Statement einer am Gespräch teilnehmenden Alexanderdorfer Benediktineroblatin bestätigte die Attraktivität der Regel, die in unserer Zeit für viele Christen Anregung zur Gestaltung des eigenen Lebens ist.

Am Montag, 3. März 2008, 19 Uhr, wird Abtprimas Dr. Notker Wolf (S. Anslmo, Rom) unter dem Titel seines Buches "Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland" zu Fragen des gesellschaftlichen Lebens im Licht benediktinischer Lebensweisheit sprechen. 
Sommermusiken im Kloster Alexanderdorf 2008
Auch in diesem Jahr finden wieder die Sommermusiken im Kloster Alexanderdorf statt. 
Zum dritten Mal hat Domkapellmeister i.R. Michael Witt dafür verschiedene Musiker eingeladen und ein ansprechendes Programm erstellt.

Nährere Informationen
Studientage vom 8. bis 11. Januar
Neben der Benediktusregel ist der Text des zweiten Buchs der Dialoge Papst Gregors d. Gr. Quelle für die Gestaltung benediktinischen Lebens bis heute.

Den Dialogen galten die Studientage unseres Konvents, zu denen wir auch Gäste aus den Klöstern Marienthal, Marienstern, Huysburg und Goslar begrüßen konnnten.

Sr. Michaela Puzicha (Varensell), Leiterin des Instituts für Benediktinische Studien in Salzburg, führte fachkundig und sehr lebendig durch den Text aus dem ausgehenden sechsten Jahrhundert.
Nach der Darstellung grundlegender Verständnishorizonte, wie Zeit und Umwelt, Person Gregors und altkirchliche Viten-Literatur, kamen zunächst die Eckdaten des Lebens Benedikts in den Blick - der Beginn und die Vollendung.
Einzelbetrachtungen galten dann weiter:
dem Weg-Motiv,
dem Leben Benedikts als Kampf,
den "Wundern" Benedikts,
Benedikt als einem Menschen, der "tröstet",
dem Abt, der Zeit seines Lebens selbst ein Begleiteter ist.

Im Mittelalter war das zweite Buch der Dialoge eines der meistgelesenen geistlichen Werke mit hoher Ausstrahlungskraft für klösterliche Gemeinschaften und Einzelpersonen.
Humanismus und Aufklärung belegten die Viten-Literatur der alten Kirche mit grundsätzlichen Zweifeln. Auch die Dialoge galten in der Folge über Jahrhunderte als nicht ernstzunehmendes Erbauungsbuch.
Als in Zusammenhang mit dem Benediktsjubiläum 1980 die Arbeit an den benediktinischen Quellen intensiviert wurde, kamen sie neu in den Blick und gewannen mit den Methoden moderner Textkritik eine neue Attraktivität.

Die Begegnung mit Benedikt in der Lebensbeschreibung Gregors in diesen Tagen war ein guter Impuls am Anfang des Jahres, das Mutter Ursula unter das Motto "In allem der Regel als Lehrmeisterin folgen" (RB 3,7) stellte.