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Zisterzienserstift Rein wählte neuen Abt

Stift Rein in der Steiermark hat mit Christian Feurstein OCist einen neuen Abt.

Der bisherige Prior von Stift Heiligenkreuz folgt dem 56. Abt Petrus Steigenberger OCist nach, der im Vorjahr verstarb. Unter dem Vorsitz von Abtpräses Wolfgang Wiedermann OCist (Stift Zwettl) hatte das Konventkapitel von Rein am 8. Juni Feurstein einstimmig gewählt.

Gemeinsam mit drei weiteren Mitbrüdern wurde Feurstein 1988 zur Neugründung des Klosters Stiepel bei Bochum ins Ruhrgebiet ausgesandt – die erste Neugründung seit vielen Jahrhunderten von Heiligenkreuz aus. 2004 wurde er von Abt Gregor Henckel-Donnersmarck OCist zum Prior und Novizenmeister von Stift Heiligenkreuz bestellt.

Das Stift Rein, gegründet 1129, ist heute das älteste bestehende Zisterzienserkloster der Welt und wird auch „Wiege der Steiermark“ genannt.

 


Neuwahl in Köln-Raderberg

Am 2. Juli 2010 hat der Konvent der Benediktinerinnen vom hlst. Sakrament, Köln-Raderberg unter dem Vorsitz von Abt Benedikt Müntnich (Maria Laach) Sr. Dr. Emmanuela Kohlhaas für die Periode von sechs Jahren zur Priorin ihrer Gemeinschaft gewählt.
Sr. Emmanuela wurde 1961 geboren und legte 1985 Profeß ab. Nach einem Studium der Musikwissenschaften war sie u.a. als Dozentin tätig. Ihre Aufgaben in der Gemeinschaft tat sie als Organistin, in der Leitung des Gästebereichs, im Pfortendienst und in der Küche.
Ihre Vorgängerin im Amt, Priorin Johanna Domek (56), hatte das Kloster von 1986 bis 1992 und erneut seit 1996 geleitet. 
 

Wiederwahl in Cham

Vom Prioratskapitel der Olivetaner-Benediktinerinnen des Klosters Heiligkreuz in Cham wurde am 8. Juli 2010 Schwester M. Simone Buchs für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren als Priorin wiedergewählt.
 

Abt und Prior in Ettal rehabilitiert

Die Nachricht über die Rehabilitierung von Abt Barnabas Bögle und Prior Maurus Kraß durch den Vatikan wurde am 9. Juli 2010 veröffentlicht. Ein offizielles Schreiben der vatikanischen Untersuchungskommission vom 25. Juni bestätigt, daß von keinem von beiden die Meldepflicht bei Verdacht auf sexuellen Mißbrauch verletzt wurde, die von den diözesanen Leitlinien für einen solchen Fall vorgeschrieben sind. Deshalb steht einer Rückkehr ins Amt nichts im Weg. Ende Februar hatten Abt Barnabas und Prior Maurus im Zusammenhang mit Mißbrauchsvorwürfen in der Abtei auf ihr Amt verzichtet.
Von seiten der Bistumsleitung wurde ebenfalls verlautet, daß es keine Bedenken gegen eine entsprechende Wahl gäbe.
Die Vatikanische Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens erteilte die Weisung, daß eine Abtswahl bis zum 31. Juli stattzufinden habe.
 

Kardinal Augustinus Mayer verstorben

Am 30. April 2010 verstarb in Rom Kardinal Augustinus Mayer, der mit fast 99 Jahren ältestes Mitglied des Kardinalskollegiums war. Mayer besuchte das Mettener Gymnasium und trat nach dem Abitur 1930 in das Kloster ein. Nach seiner Profeß 1931 studierte er Philosophie in Salzburg, dann Theologie in Rom. 1935 wurde er zum Priester geweiht und unterrichtete danach als Lehrer an der ordenseigenen Schule in Metten. Vier Jahre später wechselte er nach Rom, wo er bis 1966 als Professor für Dogmatik an der Benediktiner-Hochschule Sant' Anselmo lehrte. Am Zweiten Vatikanischen Konzil hatte er als Sekretär der vorbereitenden Kommission und der Konzilskommission für Studien und Seminare großen Anteil. Das von ihm betreute Dekret über die Priesterausbildung fand als einziges Konzilsdokument schon in der ersten Lesung die Zustimmung der Konzilsväter.
Von 1966 bis 1971 war der Verstorbene Abt des niederbayerischen Klosters Metten und von 1985 bis 1988 Präfekt der damals noch getrennten Kongregationen für Sakramente und Gottesdienst in Rom. Danach bekleidete er bis 1991 das Amt des Präsidenten der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, die sich um die Integration romtreuer Traditionalisten bemüht. Mayer gehörte seit 1985 dem Kardinalskollegium an.
Papst Benedikt erinnerte in einer Ansprache am Ende des Requiems im Petersdom am 3. Mai an seinen verstorbenen Landsmann. Am 12. Mai trug die klösterliche Gemeinschaft ihren ehemaligen Abt in Metten zu Grabe.
 

Drittes Jahrestreffen Advisory Board Foundation Benedict 2010

Das dritte Jahrestreffen der Foundation Benedict Luzern fand am 24. April 2010 auf der Insel Reichenau statt.

Neben dem Jahresbericht und Informationen über den aktuellen Stand ihrer Projekte und einzelner Arbeiten in Sant’ Anselmo wurden Referate mit Impulsen zur Benediktsregel unter dem Thema „Gemeinwohl im politischen und geistlichen Alltag“ sowie Einblicke in die Geschichte der unter dem Schutz der UNESCO stehenden Klosterinsel angeboten.
Ziel der Foundation Benedict ist die Unterstützung weltweiter gemeinnütziger Bemühungen auf dem Gebiet von Kultur, Wissenschaft, Bildung, Denkmalpflege sowie sozial-caritativer und humanitärer Werke, besonders derjenigen, die in einem Zusammenhang mit Menschen, Klöstern und Organisationen stehen, die sich an der Regel des hl. Benedikt orientieren. Sie fördert gemeinsame Werke und Aufgaben der Confoederatio Benedictina – z.B. die Hochschule Sant' Anselmo in Rom.
 

Reliquienglas im Kloster Müstair entdeckt

Restauratoren haben in der Heiligkreuzkapelle des Klosters St. Johann in Müstair den Altar geöffnet und ein Reliquienglas entnommen. Im Klosterarchiv befindet sich eine Abschrift, welche die Reliquien auflistet und ihre Authentizität bezeugt. Laut diesem am 2. August 1502 datierten Schriftstück enthält das Gefäß von der Größe eines Marmeladenglases einen Splitter aus Christi Kreuz, eine Dorne seiner Dornenkrone sowie Reliquien von Johannes dem Täufer und weiterer Heiliger.
Am 2. Mai waren 150 Gäste in die Klosterkirche von Müstair gekommen, um die Öffnung des Reliquienglases mitzuerleben. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung, in der Gegenwart der Nonnen von Müstair und des Spirituals Pater Columban Züger öffnete Dr. Jürg Goll, Bauhüttenmeister und Mittelalterarchäologe, das 500 Jahre alte mit einem Wachsdeckel versiegelte Glas. Der Inhalt war ein anderer als die Urkunde im Klosterarchiv bezeugte. Das blaugrüne zarte gotische Glas enthielt eine Urkunde und zwei Stoffbündel. Die Reliquien sind jene des hl. Ludwig, des hl. Alexander und zwei weiterer Heiliger, bei denen die Beschriftung äußerst schwer lesbar ist. – Eine Herausforderung für die Archäologen: Es gibt eine Urkunde im Klosterarchiv ohne die dazu gehörige Reliquie und es gibt Reliquien ohne bestehende Urkunde im Klosterarchiv.

Im Sommer werden Glas, Deckel und Inhalt dokumentiert und analysiert. Nach dem Abschluß der Restaurierungsarbeiten an der Heiligkreuzkapelle werden die Reliquien wieder ihren ursprünglichen Platz finden.
 

Film über Trappisten von Tibehirine ausgezeichnet

Paris. Fünf Jahre nach dem Erfolg von „Die große Stille“ über das Leben im Kartäuserkloster stand bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes erneut ein Film über eine Mönchsgemeinschaft im Blickpunkt: Der Film „Des hommes et des Dieux“ („Von Menschen und von Göttern“) gewann den „Großen Preis“ der Jury.
Der Film „Des hommes et des Dieux“ von Xavier Beauvois erzählt von der Entführung und Ermordung von sieben Trappistenmönchen im Jahr 1996. Im algerischen Kloster Tibehirine waren die sieben Mönche von islamischen Fundamentalisten entführt worden. Sie wurden mehr als einen Monat später ermordet aufgefunden. Bis heute sind die Umstände ihres Todes unklar.
Beauvois' Film zeigt die Geschichte der Mönche vor ihrer Ermordung, die selbst nicht mehr gezeigt wird. Er beschreibt die Veränderungen im Zusammenleben von einheimischer Bevölkerung und Mönchen durch terroristische Bedrohung. Als diese sich verschärft, lehnen die Trappisten eine Militärbewachung ihres Klosters und auch die Heimreise nach Frankreich ab.
Auch die Französischen Bischofskonferenz begrüßte den Film: Es gehe von ihm die Botschaft aus, daß das Leben stärker sei als der Tod. Das Zeugnis der 1996 in Algeriern ermordeten Trappistenmönche sei zahllosen Menschen weiter gegenwärtig.
 

Verein „Klösterreich“ nimmt polnisches Kloster auf

Die Benediktinerabtei Tyniec am Stadtrand von Krakau ist dem österreichischen Verband beigetreten, der die kulturellen und touristischen Aktivitäten der Klöster, Orden und Stifte in Österreich koordiniert. Bei der Aufnahme Tyniecs spielte auch eine gewisse „altösterreichische Reminiszenz“ eine Rolle, sagte Vereinsvorsitzender Abt Christian Haidinger aus dem Benediktinerstift Altenburg. Auch eine tschechische und zwei ungarische Abteien gehören bereits zu „Klösterreich“.