Nachrichten

Missionsbenediktiner streben Seligsprechung an

Abt Simon Ri von Waegwan (Südkorea), zugleich Apostolischer Administrator der Territorialabtei Tokwon (Nordkorea), hat am 10. Mai 2007 in einer feierlichen Zeremonie in der Abteikirche von Waegwan ein Dekret ausgestellt, durch das die Abtei Waegwan die erste Phase des Seligsprechungsprozesses von 36 Märtyrern der norkoreanischen Benediktinermission einleitet, die in Gefängnissen von Pyongyang und in den Arbeitslagen von Oksadok in den Jahren 1949-1952 getötet wurden.
Zu der Gruppe, die „Abtbischof Bonifaz Sauer, Pater Benedikt Kim und Gefährten“ heißt, gehören Mönche der Klöster Tokwon, Yenki, St. Ottilien, Münsterschwarzach, Schweiklberg und Beuron, Missionsbenediktinerinnen von Wonsang und Tutzing, Weltpriester der Diözese Hamheung und Agneta Chang, eine Oblatin der Wonsaner Schwesterngemeinschaft.

Erzabt Jeremias Schröder von St. Ottilien, Priorin Gertrud Kim vom Priorat Daegu der Tutzinger Schwestern und Kongregationshistoriker Dr. Johannes Mahr nahmen an der Zeremonie in Waegwan teil.
Die Abtei Waegwan als actor dieser Causa hat Pater Eduardo López-Tello von St. Ottilien zum Postulator ernannt; dieser hat Pater Willibrord Driever von St. Ottilien und Pater Sabbas Ri von Waegwan zu Vizepostulatoren ernannt. 

Ausführliche Informationen und eine Dokumentation bewegender Zeitzeugnisse stehen im Internet unter www.erzabtei.de/aktuelles bereit


Benediktinische Internetseelsorge für Junge Leute
 

Die Mönche der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede engagieren sich in einer neuen Form der Internetseelsorge. Am 21. Dezember ging die Plattform „DOMINO“ an den Start. Der Name ist ein Anklang auf das gleichnamige Spiel, bei dem Gleiches an Gleiches gelegt wird; er ist zugleich Anklang an den gleichnamigen Effekt und schließlich an die Übersetzung aus dem Lateinischen: „dem Herrn“.

Die Benediktiner von Meschede verfolgen mit ihrer Community das Ziel, junge Menschen auch im Internet mit dem christlichen Glauben in Berührung kommen zu lassen. Die Möglichkeiten und Angebote dazu sind vielfältig: So gibt es parallel zu den Gebetszeiten in der Abtei auch auf der Internetseite eine Art Stundengebet – auf diese Weise haben die Jugendlichen die Möglichkeit, am Gebet der Mönche individuell teilzunehmen. Angesprochen sind Nutzer zwischen 14 und 27 Jahren. Die Seite ist so konzipiert, daß sie sich auch selbst an Inhalt und Gestaltung beteiligen können.

So sind sie eingeladen, Bilder und kleine Videos zu erstellen – zu Themen wie „Was mir Vertrauen einflößt“, „Wem ich glaube“ oder „Was mich berührt hat“. Natürlich können bei domino-community.de Jugendliche aber auch ganz einfach mit anderen Jugendlichen in Kontakt treten, Freunde finden und auch mit den Mönchen des Klosters sprechen. Dafür halten sich 16 Mönche der Abtei bereit.

Die volle Nutzung des virtuellen Angebots ist erst nach Anmeldung möglich, aber auch als Besucher kann man sich ein Bild über das abwechslungsreiche Angebot machen.

Das Projekt wurde am 21. Dezember 2007 mit einer Klosternacht „Night of Light“ eröffnet. Neben einer Lichterfeier gab es stündliche Gebetsimpulse, Workshops und die Möglichkeit zu Gesprächen. Am 22. Februar 2008 fand im Anschluß an die Jugendvesper das erste Usertreffen statt, bei dem es die Möglichkeit gab, Mönche und andere Nutzer persönlich zu treffen.

www. domino-community.de


Hymne zum Paulus-Jahr

Am 21. Januar 2008 stellte Kardinal Andrea di Montezemolo, Erzpriester der Basilika St. Paul vor den Mauern, im Rahmen seiner Presseerklärung zum Paulusjahr die Hymne für das Jubiläumsjahr 2008/2009 vor. Die Melodie der Hymne „Ihr seid auferstanden mit Christus“ stammt von P. Johannes Paul Abrahamowicz, Mönch in der Abtei von St. Paul, der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war.

Der Text verarbeitet Aussagen aus dem Brief an die Römer und dem Brief an die Kolosser. Die Hymne wurde inspiriert vom Gebet der Mönche der Abtei und ihrem pastoralen Engagement am Grab des Apostels. Text und Melodie sind als PDF-Dokument und Musikdatei bisher in Italienisch, Deutsch, Englisch und Spanisch auf der Internetseite www.abbaziasanpaolo.net/inno.htm abrufbar.


Neuer Erzbischof von München und Freising in der Abtei Scheyern 

Der erste Weg des neuen Münchner Erzbischofs Reihard Marx führte ihn bei der Ankunft in seiner Diözese am 30. Januar 2008 in die Abtei Scheyern. Auf Einladung des Kovents verehrte der bisherige Bischof von Trier die Scheyrer Kreuzreliquie, die sich seit dem 12. Jh. in der Obhut des Klosters befindet. Auf eigenen Wunsch empfing er durch Abt Engelbert Baumeister den Segen mit der Reliquie. Zur Begrüßung des neuen Bischofs versammelten sich der Konvent und mehr als 1000 Gäste auf dem Klosterhof. Nach dem Mittagsgebet in der Kirche und dem Mittagessen mit den Benediktinern reiste Erzbischof Marx weiter und wurde am Nachmittag auf dem Münchner Marienplatz offiziell begrüßt.

Kloster Scheyern ist erfahren in der Aufnahme von Münchner Erzbischöfen. Joseph Ratzinger kehrte hier als Erzbischof von München-Freising und als Präfekt der Glaubenskongregation häufig zu Exerzitien und Besinnungstagen ein.


Die Regula Benedicti in der Katholischen Akademie Berlin e.V.

Die Katholische Akademie Berlin e.V. setzt in dieser Fastenzeit 2008 einen spirituellen Akzent mit der Vorstellung der Regel des heiligen Benedikt und Angeboten zur Einführung in diese Urkunde christlichen Lebens aus der Mitte des 6. Jh.

An den Fastensonntagen wird jeweils 30 Minuten vor Beginn der Eucharistiefeier in der Akademiekirche St. Thomas von Aquin ein Abschnitt der Benediktsregel – ohne Kommentar – vorgelesen. Dazu wurden Schwestern vom Kloster Alexanderdorf nach Berlin eingeladen.

Die Aufteilung des Regeltextes erfolgte in Zusammenarbeit von Schwestern und Akademie:

10. Februar „Wähle das Leben!“ – Prolog und Kapp. 1-3
17. Februar „Vor dem Angesicht Gottes“ – Kapp. 4-7. 8.12.16.19.20
24. Februar „Wenn er aber uneinsichtig ist ...“ – Kapp. 21-30
02. März „Allen sei alles gemeinsam!“ – Kapp 31-42, 47-49
09. März „Aufgenommen werden wie Christus“ – Kapp. 52-62
16. März „Er führe uns gemeinsam zum ewigen Leben!“ – Kapp. 63-73 

Am 12. Februar gaben Äbtissin Ursula Schwalke (Alexanderdorf) und P. Athanasius Polag (Kloster Huysburg) einem interessierten Publikum die Gelegenheit, Informationen über Autor und Entstehung der Regel aus „erster Hand“ zu erhalten.
Der Akademieabend mit dem Thema „Regula Benedicti – Dem gemeinsamen Leben eine Form geben“ zeigte außerdem Möglichkeiten auf, die 1500 Jahre alte Klosterregel heute zu lesen und zu verstehen. Das Statement einer am Gespräch teilnehmenden Alexanderdorfer Benediktineroblatin bestätigte die Attraktivität der Regel, die in unserer Zeit für viele Christen Anregung zur Gestaltung des eigenen Lebens ist.

Am Montag, 3. März 2008 wird Abtprimas Dr. Notker Wolf unter dem Titel seines Buches „Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland“ zu Fragen des gesellschaftlichen Lebens im Licht benediktinischer Spiritualität sprechen.
 

Neueröffnung der Klosterbibliothek in Stift Admont

Nach ihrer vierjährigen Gesamtrestaurierung wird die weltweit größte Klosterbibliothek in der Saison 2008 (März bis November) neu eröffnet. Mit 70.000 restaurierten Büchern, Deckenfresken und Skulpturen erstrahlt der Bibliothekssaal neu im Glanz des 18. Jahrhunderts.

Für die Besucher liegt eine hochkarätige Auswahl kostbarer Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucke auf. Begleitend gibt es eine Sonderausstellung zum Thema „Die Bibliothek – Geistreiche Fülle in kostbarer Hülle“, in der sich aktuelle Künstler mit dem Thema Bibliothek auseinandersetzen. Außerdem werden Konzerte, Ausstellungen und weitere Programmpunkte die Neueröffnung begleiten.

Wiederaufbau in Waegwan

Nach dem verheerenden Brand im Karfreitag des vergangenen Jahres hoffen die Mönche der Abtei Waegwan (Südkorea) nach der Winterpause auf einen zügigen Fortgang des Wiederaufbaus ihres Klosters.

Auf das Decken der Dächer von Nord- und Ostflügel mit nicht brennbaren Baustoffen und die Sanierung der Decken und Böden sowie des Leitungssystems werden im Frühjahr die Arbeiten an den Gebäuden umfassend weitergeführt.

Im Jahr 2009 feiern die Mönche das 100 jährige Wirken der Benediktiner in Korea. Bis dahin sollen die Baupläne verwirklicht sein.

Weitere Spenden für die Finanzierung des Wiederaufbaus sind willkommen:

Missionsprokura St. Ottilien
Kennwort: „Waegwan“
Sparkasse Landsberg
BLZ 700 520 60
Konto-Nr. 14 654