Äbtissinnenwahl in Dinklage
Schwester Franziska Lukas (53) ist neue Äbtissin der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika Burg Dinklage. Sie tritt die Nachfolge von Äbtissin Máire Hickey (69) an, die nach 24 Jahren den Dienst der Leitung beendet hat. Die neue Äbtissin wurde am 21. November 2007 im Beisein von Weihbischof Heinrich Timmerevers für 12 Jahre gewählt. Aus Bottrop stammend, trat sie 1974 in Dinklage ein. Als gelernte pharmazeutisch-technische Assistentin bildete sie sich im Kloster zur Krankenschwester weiter. Neben der Sorge für die Kranken war sie bisher in der Exerzitienarbeit tätig, seit 1994 auch als Novizenmeisterin. 1999 wurde ihr das Amt der Priorin übertragen.
Die Äbtissinnenweihe wird am 19. Januar 2008 gefeiert.

Äbtissin Máire Hickey trat nach philologischen Studien und akademischer Tätigkeit in Oxford 1974 in Dinklage ein, wo sie 1977 die Profeß ablegte. 1983 und 1995 wurde sie für jeweils 12 Jahre zur Äbtissin gewählt. Nach langjährigem Engagement als 1. Vorsitzende der Vereinigung der benediktinischen Frauenklöster im deutschen Sprachgebiet (VBD), war sie von 1997 bis 2006 die erste Moderatorin der Communio Internationalis Benedictinarum (CIB). In dieser Position war sie maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Gestaltung eines neuen Miteinanders der Benediktinerinnen weltweit.  

Neuer Prior-Administrator in Weingarten
Die Mönche der Abtei Weingarten wählten am 12. Dezember 2007 P. Basilius Sandner, Mönch der Abtei Maria Laach, zum Prior-Administrator. P. Basilius übernimmt die Aufgabe von Erzabt Theodor Hogg von Beuron, der die Benediktinerabtei in den letzten drei Jahren geleitet hatte. Die Wahl fand unter dem Vorsitz des Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation Anno Schoenen statt.

P. Basilius wurde 1938 in Mährisch Schönberg (Sudetenland) geboren. Er war vor seinem Klostereintritt Pfarrer in der Diözese Bamberg. In Maria Laach war er zuständig für die Informationshalle, die für die Touristen und Kirchenbesucher eingerichtet worden ist, und begleitete Exerzitien und Einkehrtage in Maria Laach und zahlreichen anderen Klöstern.

Benediktinerinnen kehren nach 90 Jahren nach Böhmen zurück
Am 8. Dezember 2007 konnte nach jahrelangen Vorbereitungen das neue Kloster der Benediktinerinnen auf dem Weißen Berg in Prag eingeweiht werden. Eucharistiefeier und Feierlichkeiten zur Klostergründung wurden von Abtprimas Notker Wolf und dem Prager Erzbischof Miloslav Vlk geleitet. Damit gibt es zum ersten Mal seit 1918 wieder eine stänidige Präsenz von Benediktinerinnen in Böhmen.  

Das Wirken der Benediktinerinnen in Tschechien, dessen Ursprünge in das Jahr 973 zurückreichen, fand im Zuge der Säkularisierung unter Kaiser Joseph II. im Jahr 1782 ein vorläufiges Ende. 1889 war in Prag das erste Frauenkloster der Beuroner Kongregation gegründet worden. Nach dem Ersten Weltkrieg verließen die überwiegend deutschen Schwestern die neu errichtete Tschechoslowakei und zogen nach Österreich (St. Gabriel, Bertholdstein).

Die Idee für ein benediktinisches Frauenkloster im heutigen Tschechien kam erstmals im Jahr 1992 in Polen auf, verknüpft mit der Voraussetzung, daß tschechische Schwestern an der Neugründung beteiligt würden. Eine wesentliche Rolle spielte dabei Sr. Anežka Najmanová, die sich seit 1997 um potentielle Mitschwestern in ihrer tschechischen Heimat bemühte. Nachdem sie zwei Frauen zur Teilnahme an ihrem Projekt gewonnen hatte, zogen die drei Schwestern 2004 nach München in die Kommunität Venio, deren Priorin Sr. Lucia Wagner 2003 zur Delegatin für die Prager Neugründung ernannt worden war.  

Die drei tschechischen Schwestern gehören rechtlich zur Kommunität Venio und bilden zusammen mit einer Schwester der Münchner Kommunität den Gründungskonvent. Die Gebäude des neuen Klosters wurden von den Mönchen der Abtei Brevnov zur Verfügung gestellt. Das Anwesen ist ein traditionsreicher Wallfahrtsort zur heiligen "Maria vom Siege" mit Kirche, Pfarrhaus und Pilgerhaus. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten werden Pfarrhaus und Pilgerhaus nun als Konventgebäude und Gästehaus genutzt. 

Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament verlassen das Kloster Hamicolt
Nach 116 Jahren verlassen die Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament das Kloster Maria Hamicolt in Dülmen-Rorup. Die acht Schwestern ziehen zum 1. März 2008 in ein katholisches Seniorenheim in Rosendahl-Osterwick (Kreis Coesfeld) um, wo sie ihr klösterliches Leben nach der Regula Benedicti den Umständen entsprechend weiterführen.

Das Kloster war ursprünglich ein Bauernhof, der dem Bistum Münster vermacht worden war. 1856 ließen sich Redemptoristen in Hamicolt nieder, die das Haus nach einigen Jahren als Folge des Kulturkampfes schließen mußten. 1891 übernahmen deutsche Benediktinerinnen aus dem niederländischen Oldenzaal das Kloster. Von Hamicolt aus wurden 1898 das Priorat Vinnenberg (Kreis Warendorf) und 1902 die spätere Abtei Varensell (Kreis Gütersloh) gegründet. Im Laufe der Klostergeschichte haben fast 300 Schwestern in Hamicolt gelebt.

Eine franziskanische Frauengemeinschaft wird in das Kloster einziehen und die Hostienbäckerei sowie das Gästehaus weiterführen. 

Benediktinerinnen von St. Gabriel schließen sich der Föderation von der hl. Lioba an
Die Schwestern der Benediktinerinnenabtei St. Gabriel werden die Burg Bertholdstein in der Steiermark verlassen und einen Neuanfang als selbständiges Priorat der Föderation der Benediktinerinnen von der hl. Lioba machen. Diese Veränderung des rechtlichen Status wurde im November von den zuständigen Stellen in Rom genehmigt.

Der Konvent bereitet nun seinen Umzug nach St. Johann bei Herberstein vor, der 2008 erfolgen soll. Dort wird sich die Gemeinschaft in einem eigenen Haus in Verbindung mit dem "Haus der Frauen - Erholungs- und Bildungszentrum der Diözese Graz-Seckau" nach ihren Möglichkeiten an den apostolischen Aufgaben beteiligen. 

14. Sommer-Workshop chinesischer Theologiestudenten in Europa
Sankt Ottilien- Rund 90 chinesische Priester, Seminaristen und Ordensschwestern nahmen vom 7. bis 21. September an einem "Sommer-Workshop" in der Erzabtei Sankt Ottilien teil. Der Workshop findet seit 1994 jährlich jeweils in einem anderen Land Europas in chinesischer Sprache statt. Vorbereitung und Durchführung des Kurses liegen beim katholischen China-Zentrums Sankt Augustin in Zusammenarbeit mit den Missionsbenediktinern von St. Ottilien.

Neben geistlichen Angeboten stehen Besuche an geschichtlich, kulturell und religiös bedeutsamen Stätten auf dem Programm. Die Teilnehmer des "Sommer-Workshops" stammen aus verschiedenen chinesischen Provinzen und Diözesen; sowohl aus der staatlich anerkannten Kirche also auch aus der sog. Untergrundkirche. Neben der Weiterbildung bietet er Gelegenheit, über Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen und will so einen Beitrag zur Versöhnung innerhalb der Kirche in China leisten.  

Neue Veranstaltungsreihe in Einsiedeln
Mit der "Disputatio Einsidlensis" führte das Kloster Einsiedeln vom 9. bis 11. November erstmals eine neue Veranstaltung durch. Dabei wurde an die alte Kloster-Tradition der Disputationen angeknüpft und die unter dem Namen "Clinch-Wallfahrt" im Jahr 2003 begonnene Auseinandersetzung des Klosters Einsiedeln mit aktuellen Problemen der Gesellschaft fortgesetzt.
Die erste Disputatio befaßte sich mit dem Thema "Angst?! Zuversicht!?"

Graphische Sammlung Göttweig ONLINE
Nach jahrelangen Vorarbeiten gingen am 26. November 2007 die ersten 1.000 Blätter der Graphischen Sammlung Stift Göttweig online: http://dwb.donau-uni.ac.at/gssg

Die schrittweise erfolgende digitale Erfassung der mit über 30.000 Blättern größten österreichischen Privatsammlung historischer Druckgraphiken wird in Kooperation des Stiftes mit der Donau Universität Krems umgesetzt.

Datenbank "Monastische Informationen"
Für die Arbeit mit den MONASTISCHEN INFORMATIONEN ist eine Register-Datenbank entstanden, in der die Ausgaben der MI von 1975 bis 2007 verarbeitet sind. Die Datenbank umfaßt mehr als 1500 Datensätze und enthält u.a. die Felder "Jahrgang", "Rubrik", "Titel", "Untertitel", "Autor" sowie "Suchwörter". Damit kann gezielt und schnell nach Autoren, Titeln oder einzelnen Schlagwörtern in allen bisher erschienenen Ausgaben der MI gesucht werden.

Das Register liegt in zwei Versionen vor: als Microsoft-Works-Datenbank (Version 4.0) "*.wdb" und als Excel-Tabelle "*.xls".

Die Dateien stehen ab Januar 2008 zur Verfügung und können zusammen mit einem erläuternden Begleitbrief per E-mail bei P. Bartholomäus Denz in Gerleve bestellt werden: bd.gerleve@web.de. Es ist geplant, jährlich ein Update herauszugeben.