Zusammenschluß der Abtei St. Matthias und des Klosters Huysburg

Huysburg. Das Benediktinerpriorat Huysburg und die Benediktinerabtei St. Matthias in Trier haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Am 8. September 2004 hat das Generalkapitel der Benediktinerkongregation von der Verkündigung den Antrag der Konvente angenommen.

Das Priorat Huysburg war 1972 als Cella von der Abtei Tyniec / Krakau gegründet worden. Initiator der Gründung war P. Alfred Goebel (+ 1985). Er war Priester des Bistums Breslau und Oblate der Abtei Grüssau; er trat in das Noviziat in Tyniec ein und wurde von den Schwestern in der Abtei Alexanderdorf gefördert. Durch das Entgegenkommen von Bischof Johannes Braun von Magdeburg konnte im Schatten des Priesterseminars auf der Huysburg trotz der schwierigen politischen Verhältnisse in der DDR eine Gründung stattfinden. Als die Verhältnisse in Polen es dem Abt von Tyniec sehr erschwerten, seine Verantwortung für die Huysburg wahrzunehmen, wurde die Cella 1984 zum selbständigen Priorat erhoben und dem Abtpräses der Kongregation von der Verkündigung zugeordnet. Dieser ernannte 1991 den Abt von St. Matthias in Trier, Abt Ansgar Schmidt, zum Administrator. Da das Priesterseminar auf der Huysburg geschlossen wurde, bot der Bischof von Magdeburg den Mönchen an, die Neugestaltung der Huysburg als kirchliches Zentrum zu betreuen. Dazu bildete die Gemeinschaft 1993 einen Verbund mit der Abtei St. Matthias. In der Folgezeit wurden große Anstrengungen unternommen, diesen Auftrag zu erfüllen. Die Erfahrung der zehn Jahre führte dazu, statt der Administratur dem gemeinsamen Wirken der Gemeinschaften eine klare rechtliche Form zu geben. Deswegen einigten sich die Gemeinschaften in einem Vertrag, die Huysburg der Abtei St. Matthias als abhängiges Priorat anzugliedern. Für die Tätigkeit der Brüder und die Verträge mit dem Bistum ergeben sich keine Änderungen, weil das Priorat auch weiterhin über eine im Vertrag definierte Selbständigkeit verfügt. Die Huysburg war von 1084 bis 1804 Benediktinerabtei; die Brüder beider Gemeinschaften werden sich dafür einsetzen, daß sie ein Ort benediktinischen Lebens bleibe. 

Abt-Administrator in der Abtei Weingarten

Der Konvent der Abtei St. Martin in Weingarten hat am 10. November in geheimer Wahl den H. Erzabt von Beuron Theodor Hogg (63) zum Abt-Administrator postuliert. Dieser Postulation hat Rom zugestimmt. Erzabt Theodor wurde am selben Tag durch den Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation, Anno Schoenen, unter dessen Vorsitz die Wahl stattfand, in sein Amt eingesetzt.
Erzabt Theodor ist somit Erzabt von Beuron und für eine Zeit von drei Jahren zugleich Administrator der Abtei Weingarten, Oberer mit allen Rechten und Pflichten. Zum Prior in Weingarten hat Erzabt Theodor P. Martin Rieger (Weingarten) ernannt.
 

Äbtissinnenwahl in Steinfeld 

Am 19. November wählten die Schwestern der Benediktinerinnenabtei Maria Heimsuchung in Steinfeld Schwester Michaela Hohmann zu ihrer neuen Äbtissin. Die Wahl wurde in Vertretung des Aachener Diözesanbischofs von Weihbischof Karl Borsch geleitet und erfolgte für die Dauer von 12 Jahren.

Äbtissin Michaela hatte die Gemeinschaft bereits in den vergangenen drei Jahren als Priorin-Administratorin geleitet. Sie wurde 1958 in Mönchengladbach geboren, wuchs in Wuppertal auf und trat 1979 in Steinfeld ein. Nach dem Theologiestudium, das sie 1989 in Fribourg in der Schweiz abschloß, war sie als Cellerarin und in der Gästearbeit tätig.
Zum Konvent gehören gegenwärtig 17 Schwestern.