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Neue
Fürbitten, Lesejahr A , für alle Sonntage, für Hochfeste und weitere
Feiertage. Hrsg. von den Benediktinerinnen der Abtei St. Gertrud, Alexanderdorf,
St. Benno Verlag, Leipzig 2004, 115 Seiten, gebunden, ca. € 9,90; ISBN
3-7462-1759-8. Das
II. Vatikanische Konzil hat in der Liturgie-Konstitution (SC 53) das
"Allgemeine Gebet" oder "Gebet der Gläubigen" wiedereingeführt
als ein wichtiges Anliegen der Eucharistiefeier. Seither hat sich eine bewährte
Praxis des Fürbittgebetes im Gottesdienst herausgebildet. Die Praxis zeigt
allerdings auch, daß die Bedeutung dieses Dienstes innerhalb des Gottesdienstes
immer wieder neu überdacht und sich an den Anliegen von Kirche und Gesellschaft
orientieren muß. Es ist ein wichtiger Dienst, daß die Anliegen der feiernden
Gemeinde ins Wort gebracht werden. Dabei sind einige grundsätzliche Regeln zu
beachten. Es
ist deshalb sehr zu begrüßen, daß die Benediktinerinnen von St. Gertrud in
Alexanderdorf ihre Praxis des fürbittenden Gebetes veröffentlicht haben. In
diesem Fürbittbuch zum Lesejahr A sind die eben genannten Anliegen berücksichtigt,
d.h. die vorgelegten Fürbitten sind kurz in ihrer Ausführung, sie greifen
jeweils ein Anliegen auf, um dies als Bitte vor Gott zu tragen. Die Fürbitten
haben als Texthintergrund jeweils das Evangelium des betreffenden Sonntags oder
des jeweiligen Festtages. Eine
Gemeinschaft, die täglich Eucharistie feiert, macht die Erfahrung, daß sich
auch unsere Sprache verändert. Darum ist das neue Fürbittbuch eine wertvolle
Hilfe, Anregungen zu bekommen für die Formulierung der eigenen Anliegen dieser
Gemeinschaft oder Gemeinde. In diesem Buch sind auch Fürbitten aufgenommen für die Feier einer
Taufe, sowohl für die Erwachsenentaufe wie für die Taufe eines Kindes.
Ferner sind berücksichtigt Fürbitten für die Feier der Firmung und der
Erstkommunion. Auch für die Feier einer Trauung und Krankensalbung sind Fürbitten
gestaltet. Was
dieses Buch in besonderer Weise hilfreich macht, sind die praktischen Hinweise
zum Fürbittbuch von P. Athanasius Polag (Huysburg). In diesen Hinweisen wird
eine große Erfahrung sichtbar, die Einzelheiten in den Blick rückt, die
beachtet werden müssen, damit die Fürbitte zum Anliegen der gesamten Gemeinde
werden kann. Fürbitten sind nicht Ermahungen an die Gemeinde, sondern sie
bringen einen Grundauftrag des Volkes Gottes zum Ausdruck, füreinander vor Gott
einzutreten. So
kommt dieser Veröffentlichung gerade jetzt eine besondere Bedeutung zu. Wir
haben in den Monastischen Informationen eine Umfrage zu den Fürbitten
gestaltet, um damit die Bedeutung der Fürbitten in unseren Gemeinschaften
wieder neu bewußt zu machen. Es wäre ein großer Gewinn, wenn dadurch auch die
Praxis der Fürbitten-Gestaltung neu belebt werden würde. Sr. Pia Luislampe, Dinklage |