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CIB
- KONFERENZ IN MANILA Vom
3. bis 11. September 2007 fand die diesjährige CIB-Konferenz
in Manila (Philippinen) statt. Die Delegierten fanden herzliche Aufnahme
bei den Missionsbenediktinerinnen in Tagaytay und zum Ende noch zwei Tage in
deren Priorat in Manila. Dort fand dann auch das Treffen mit einer größeren
Gruppe der benediktinischen Frauengemeinschaften auf den Philippinen statt. Nachdem
inzwischen die Entstehungsphase der CIB vorbei zu sein scheint und nach der Wahl
der neuen Moderatorin Sr. Judith Ann Heble (Lisle, USA) nun für andere Themen
Raum ist, wird der inhaltliche Austausch immer wichtiger. Dieses Mal ging es bei
der Konferenz u.a. um Fragen nach der Entwicklung eines Profils der
Benediktinerinnen im 21. Jahrhundert und darum, wie und wo die CIB da Plattform
und Ermutigung sein könne. Zwei
Fragen, die die Delegierten zuvor an die Klöster ihrer Region zur Beantwortung
weitergegeben hatten, beschäftigten die 23 Teilnehmerinnen. Was
sagen wir Benediktinerinnen hierzulande, wer wir sind? Die
Antwort darauf, die ich aus der Region 6 (Deutschland / Österreich / Schweiz /
Skandinavien) mitnahm, bestand aus
drei Beispielen. Der erste Teil wurde der Antwort aus dem Kloster in
Alexanderdorf im Osten Deutschlands, einem weitgehend säkularisierten Gebiet,
entnommen. Der zweite Teil stammt aus dem Kreis der Oblaten der
Benediktinerinnen in Köln, das dritte Beispiel aus einem gemeinsamen Text der
sieben Klöster der Bayrischen Föderation. Teil
1: Alexanderdorf Wer
sind wir? - Antworten auf diese Frage müssen hierzulande sehr einfach sein,
verstehbar für Menschen, die geringe bis keine religiöse Bildung haben. Bei
den meisten gibt es noch eine vage Vorstellung, daß "Nonnen" mit
Kirche oder Gott zu tun haben. Sie fragen aber nicht: Wer seid ihr?, sondern
eher: Was macht ihr? Um
die Frage nach dem Sein ins Spiel zu bringen, ohne die Gesprächspartner damit
zu überrollen, ist es deshalb wichtig, ihre Frage nach unserem Tun als erstes
zu beantworten mit: Wir beten gemeinsam, in feierlichen Gottesdiensten, um Gott
zu loben; wir beten persönlich, um ihm zu begegnen, weil er die wichtigste
Wirklichkeit in unserem Leben ist. Man nimmt durchaus unser Bekenntnis an, daß
wir Frauen sind, für die Gott ein Du ist, daß wir ihn erfahren haben, daß
sich für uns eine Lebensform lohnt, in der wir ihm auf der Spur bleiben können.
Einzelne
Elemente davon sind für die Fragenden interessant bis beeindruckend, insofern
Gebet, Lesung, Gemeinschaftsleben und Arbeit in einem benediktinischen Kloster
so geordnet werden, daß sie ganz auf die Gottsuche ausgerichtet sind. Wenn
"hierzulande" Deutschland bzw. den deutschsprachigen Raum oder
Westeuropa meint, so wird wohl früher oder später überall das existentielle
Zeugnis für die Gegenwart Gottes in der Welt in der o. g. Weise oberste Priorität
bekommen. Darin sehen wir unsere Sendung als Benediktinerinnen für die Welt
heute. Teil
2: Kölner Oblatenkreis Teil
3: Sieben Klöster der Bayrischen Föderation Salvador
(Brasilien) Wir
sind christliche Frauen - als Einzelne wie auch als Gemeinschaft, die Altes und
Neues verbinden. Wir versuchen die benediktinsiche Spiritualität zu leben, wie
sie die RB vorgibt, und sie zu aktualisieren in unser Heute und in neue
Zusammenhänge. Bibel
und Monastische Tradition: Kirche
- Ekklesiologische Aspekte und der Blick auf die Gemeinschaft: Lumbumbashi
(Kongo) Durch
das einfache und ernsthafte Leben, das wir führen. Unser
Beitrag zur Entwicklung des Landes hat mehrere Teile. Zunächst ist es der Kampf
um Bildung für die Mädchen und ihre Mütter durch den Bau einer Schule und
eines Zentrums für die Erwachsenenbildung, in dem sie Lesen lernen können.
Weiter gibt es den Kampf gegen Alkoholismus durch christliche Erziehung. Es gibt
das Bemühen, das Selbstbewußtsein der Frauen dadurch zu stärken, daß ihnen
geholfen wird, ein eigenes kleines Einkommen zu verdienen und den Aufbau einer
Gemeinschaft von Landarbeiterinnen namens AMAGRICO, die Unterrichtung der Frauen
in der Landwirtschaft. Es gibt ein kleines Gästehaus als Zentrum für
spirituelle Kurse. Und wir ermutigen einen Kreis von Witwen und geschiedenen
Frauen "Femmes seuls avex Jésus Christ" ihr Leben ohne Partner in
Freude, Hoffnung und Liebe zu Gott zu führen. Sie sehen uns und ahmen uns nach. Und
was sagen andere in unserer unmittelbaren Umgebung über uns? In einer diskreten
und stillen Art strahlen wir aus durch unser Gebet, die Feier der Liturgie und
das Leben in einer schwesterlichen Gemeinschaft als Modell einer in Gott gegründeten
Familie und eines Friedens, der gar nicht eigens bemerkt oder gelehrt wird, und
durch eine Einführung in das Gebetsleben. Die
Menschen in unserer Region sagen, daß wir, allein dadurch, daß die Menschen
sehen, wie wir leben, ein Werkzeug der Einheit und der Communio sind. Sie sehen
bei uns eine Balance zwischen Gebet und Arbeit. Durch die Ansprechbarkeit,
Dienstbereitschaft und die Fähigkeit zuzuhören, die sie in unserer
Gemeinschaft finden, lassen sie sich gewinnen. Sie nehmen uns wirklich als
religiöse Menschen wahr, die sich Gott durch ein nüchternes und ernstes Leben
weihen, und sie sind bewegt durch die Einfachheit unseres Lebens und die Art,
wie wir Beziehungen pflegen und Selbstdisziplin üben. Sie halten uns für
wirkliche Mütter. Sie sind berührt von unserm Sinn für Gastfreundschaft, Einmütigkeit,
schwesterliche Liebe und den Respekt, den wir jedem Menschen entgegenbringen. Menschen
nahe beim Kloster vergleichen uns manchmal mit dem Baoba-Baum, zu dem jeder
kommen kann, um Gotest Schutz zu suchen und den Nachbarn
zu treffen. Sie sagen wir sind so Gott geweiht, daß wir geistlich Kinder
zur Welt bringen können. Wir sind in unserer Umgebung ein Zeichen des Glaubens
und der Liebe Gottes durch die Art, wie wir leben. Vieles
Andere ließe sich inhaltlich, von den Begegnungen und Erlebnissen her noch
sagen. Aber es schien mir sinnvoll, an einem inhaltlichen Punkt ausführlicher
zu sein und Beispiele weiter zu geben. Johanna
Domek, Köln |