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100 Jahre „neue Abtei“ Kornelimünster Die Abtei Kornelimünster begeht in diesem Jahr das 100-Jahr Jubiläum der
Rückkehr der Benediktiner an den Ort der Gründung Benedikts von Aniane. Den
Tag der Rückkehr, 12. Februar, beging das Kloster im kleinen Rahmen von Pfarrei
und Dekanat Kornelimünster. Am Festtag des karolingischen Gründerabtes, 11.
Februar, stand der Ortspfarrer der Eucharistiefeier vor. In seiner Predigt ging
er ein auf die Zeugnisbedeutung einer Gemeinschaft, die nach den evangelischen Räten
lebt, für die Kirche allgemein und eine Ortsgemeinde. Er übersetzte dabei die
evangelischen Räte auch in die Wirklichkeit des „Normalchristen“ und erläuterte
das mit dem Pauluswort von der Freiheit, die Dinge dieser Welt so zu besitzen,
als besäße man sie nicht. Für das Pontifikalamt am darauf folgenden Tag waren die biblischen
Lesungen Eph 4,1-4 (mit dem Wappenwort der Abtei In vinculo pacis) und Joh 17,20-26 ausgewählt worden. Vor dem
Hintergrund dieser beiden Bibelabschnitte begann Abt Albert seine Predigt mit
einem Zitat von Abtpräses em. Thierry Portevin: „Klöster gehen nicht
deswegen zugrunde, weil sie materiell nicht genügend gesichert sind oder weil
ihre Mitgliederzahl zu klein wird, sondern wenn in ihnen die Liebe stirbt.“
Das Wort „Liebe“ übersetzte er im Weiteren als die Auseinandersetzung und
das gemeinsame Ringen um den Grund und die Grundlage der Gemeinschaft. Liebe sei
nicht die Abwesenheit von Spannung und Streit, sondern das offene, ehrliche und
hörende Gespräch miteinander. In allem, was dabei – u.U. auch sehr hart und
kontrovers – diskutiert und gelegentlich scheinbar unlösbar aufgetischt wird,
sei solches Gespräch doch der Königsweg, der zum Grund klösterlicher
Gemeinschaft führt: Jesus Christus. Ein Kloster mit 100-jähriger Geschichte dürfe
mutig in die nächsten 100 Jahre blicken, wenn Jesus Christus sein Profil
bestimmt. Für den Festtag des Namenspatrons der Abtei, Papst Kornelius, am 16.
September plant die Abtei einen Tag benediktinischer Begegnung. Abt Albert Altenähr, Kornelimünster |