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Ökumenisches
Kommunitätentreffen 2006 in Opole
Zum Stand der Vorbereitungen
Vom 10.- 12. Februar 2006
tagte im Priesterseminar Opole die Vorbereitungskommission für das
Kommunitätentreffen 2006.
Christophorus
– das Kontaktnetz für Kommunitäten in Ost und West lädt vom 21. bis
26. August 2006 Vertreter evangelischer, katholischer und orthodoxer Kommunitäten
aus dem deutschen Sprachraum und aus dem östlichen Europa zur Begegnung ein.
Tagungsort ist das Priesterseminar in Opole.
Die Teilnehmer wenden sich mit dem Thema „Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf
(Mt 10,40). Die Verheißung der Gastfreundschaft“ einem wesentlichen
Bestandteil kommunitären Lebens zu.
Das
Thema gibt Anlaß, auf dem Hintergrund biblischer Texte, der frühen
Kirchengeschichte und der Quellen des Mönchtums in Ost und West die
geistlichen, ekklesiologischen und ökumenischen Dimensionen christlicher
Gastfreundschaft zu entfalten.
Es geht um die Wertschätzung dessen, was durch andere in unser Leben
eintritt. Wie können wir uns fremden Einflüssen öffnen und sie für unsere
Gemeinschaft fruchtbar machen? Im Fremden kommt Christus selbst auf uns zu nach
dem Wort des Herrn: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“
Von
dort her können sich konkrete Impulse für die Praxis ökumenischer
Gastfreundschaft im Rahmen von Christophorus
ergeben; von dort her kann zugleich erkennbar werden, wie sehr ein solcher
Beitrag zum Zusammenwachsen Europas den Aufwand an persönlichem Einsatz, an
Zeit und Geld rechtfertigt und lohnt.
Bischof Alfons Nossol (Opole)
wurde als Referent zum Thema „Die evangelischen Werte im zusammenwachsenden
Europa, Begegnung von Person zu Person als Grundlage für den Frieden“
gewonnen.
Der Evangelische Bischof Christian Zippert, Beauftragter der EKD für die
evangelischen geistlichen Gemeinschaften, wird über die biblischen Grundlagen
der Gastfreundschaft sprechen.
Im Blick auf die Erweiterung der EU wurden auch die orthodoxen Christen in den
Blick genommen, und es soll versucht werden, sie an dem Treffen zu beteiligen.
Da das der Erlaubnis der Bischöfe bedarf, wurde vorgeschlagen, auch einen
orthodoxen Bischof einzuladen.
Eine Wallfahrt auf den Spuren der
hl. Hedwig nach Trebnitz und Wroclaw wird die Tagung abrunden.
Ziel ist es, das bestehende
Netzwerk „Christophorus“ zu stärken, um dadurch persönliches Kennenlernen
und Austausch im Glauben in kleinen Gruppen von Mitgliedern geistlicher
Gemeinschaften zu fördern.
Informationen zu Christophorus – Kontaktnetz
für Kommunitäten in Ost und West
Auftrag
Das Kontaktnetz soll der Koordination verschiedener Formen von offenen
Zusammenkünften wie von gemeinsamen oder bilateralen Initiativen einzelner
Kommunitäten dienen. Projektbezogene Arbeitstreffen können dabei neben
thematisch zentrierte Studientagungen und gemeinsame geistliche Rüst- oder
Einkehrtage treten. Besuchsreisen und ökumenische Pilgerfahrten, Studien- und
Ferienaufenthalte können solche Treffen ergänzen.
Zielsetzung
nach außen
Im Rahmen des Auftrags und der Möglichkeiten der beteiligten Kommunitäten
geht es um den christlichen Beitrag zum Aufbau eines in demokratischer Freiheit
vereinten Europa, um Leitbilder christlicher Freiheit im Kontext einer
freiheitlichen Gesellschaft, um das Zeugnis für die Friedensbotschaft des
Evangeliums und die Gerechtigkeit des Reiches Gottes, um die Offenheit dafür,
das Wirken des Heiligen Geistes auch in den außerchristlichen Lebenszusammenhängen
unserer Gesellschaft zu unterscheiden und aufzugreifen.
Zielsetzung
nach innen
Es geht dabei stets auch um die Frage, wie solche Offenheit sich auf die
innere Gestaltung und Erneuerung der Kommunitäten auswirkt bzw. was umgekehrt
in ihrem Leben einer solchen Atmosphäre der Freiheit dient oder entgegensteht.
So will Christophorus auch der
Verlebendigung der teilnehmenden Kommunitäten und ihrem aggiornamento
in einem sich wandelnden europäischen Lebenskontext dienen.
Kirchliche
Ermutigung
Der Trägerkreis fand Ermutigung seitens
Bischof Wolfgang Huber (Vorsitzender des Rates der EKD und Bischof der
Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), Erzbischof
Alfons Nossol (Opole) und Kardinal
Georg Sterzinsky (Berlin) sowie Bischof i.R. Christian Zippert (Beauftragter des
Rates der EKD für den Kontakt mit den Kommunitäten, Schwestern und
Bruderschaften).
Koordination
Koordinationsstelle für Christophorus ist im deutschen Sprachraum die Abtei St.
Gertrud in Alexanderdorf, in Polen die Gemeinschaft der Schulschwestern
von U.L.Frau in Opole.
Äbtissin Ursula Schwalke, Alexanderdorf
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