Oblatenrektorentagung
im Kloster Jakobsberg
1.-3. Juni 2004
Auf der diesjährigen
Tagung der Schwestern und Brüder, die für die Oblatinnen und Oblaten der
benediktinischen Klöster im deutschsprachigen Raum verantwortlich sind, hielt
Altabt Odilo Lechner das Hauptreferat zum Thema „Die Stabilitas – ihre
Bedeutung für den Mönch und ihre Übersetzung für die Benediktineroblaten“.
Er zeigte zahlreiche Aspekte aus der Regel Benedikts auf, die gerade in einer
von Mobilität geprägten Umwelt eine Herausforderung für das geistliche Leben
im Alltag sind. Die sich rasant verändernden Einflüsse z.B. der Technik, der
Medien oder der Freizeitangebote verändern die Qualität des Lebens in allen
Bereichen. Die RB kann auch für diese Lebensbedingungen manchen Hinweis zu
sinnvollem christlichem Leben geben: stabilitas
als Orientierung am Bleibenden, als Treue und Beständigkeit im Glaubensvollzug
wie auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen, als Ordnung und rechtes Maß
im Umgang mit den Dingen, mit den eigenen Gaben und Aufgaben. Das rechte Hören
auf „die Weisung des Herrn“ und auf den „Rat des Bruders“ ist Hilfe,
diese Aspekte in den Blick zu bekommen. In der notwendigen Stille und Sammlung
kann ein Gegenpol zur Unruhe der Mitwelt aufgebaut werden. Im ganzen ist es sehr
wesentlich, die Spannung zwischen den Polen von Unruhe, Veränderung, Bewegung
einerseits und Ruhe und Sammlung andererseits auszuhalten. In diesem
Spannungsfeld wird letztlich Lebendigkeit und Wachstum gefördert.
Im Gespräch in
Gruppen und im Plenum konnten manche Erfahrungen und Beispiele für die eigene
Arbeit ausgetauscht werden.
Neben der
thematischen Arbeit wurden aktuelle Fragen besprochen, u.a. die Vorbereitung der
Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Benediktineroblaten im deutschsprachigen Raum
(ARGE) 2005 in St. Ottilien sowie des ersten Weltoblatenkongresses in Rom 2005.
In diesem Zusammenhang hat eine Arbeitsgruppe einen Essayband zum Oblatentum im
deutschsprachigen Raum erarbeitet. Eine erste Gliederung des geplanten Bandes
konnte vorgestellt werden.
Sehr wichtig
und hilfreich ist immer wieder der Austausch im persönlichen Gespräch, der die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihren weiteren Dienst und die Arbeit mit den
Benediktineroblaten bereichert und ermutigt.
Sr. Maria
Nowak, Alexanderdorf
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